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Beratungsinhalt: Erster
Stadtrat KOCH
erläutert die Tischvorlage. Die von der Hansestadt Lüneburg frei zu verteilenden
Mittel für die Kulturförderung seien nicht besonders hoch, da der größte Teil
der Fördergelder auf vertraglich festgelegter Basis gezahlt werde, z.B. an die
Museen, das Theater usw.. Glücklicherweise gebe es eine Fülle anderer
Institutionen, die das Kulturleben in der Stadt und im Landkreis in einem
erheblich größeren Umfang fördern und auf die die Stadt über Sitze im Vorstand
o.ä. auch einen gewissen Einfluss habe. Der zunächst mit der Beschlussvorlage
versandte Vorschlag der Verwaltung zur Verteilung der Mittel sei in der
Tischvorlage überarbeitet worden, nachdem deutlich wurde, dass das Land eine
drastische Haushaltskonsolidierung einfordere und den vorgelegten Haushalt so
nicht genehmigen wolle. Daher müsse es insbesondere bei den freiwilligen
Leistungen Einschränkungen geben. Die derzeit verfügte 30%ige Sperrung aller freiwilligen
Mittel werde daher im Gegensatz zu den vorangegangenen Jahren voraussichtlich nicht
im Oktober aufgehoben, somit stünden in diesem Jahr insgesamt nur 14.500
€ zur Verfügung. Der Gedanke hinter der mit der Tischvorlage
vorgeschlagenen Verteilung sei, diejenigen Institutionen zu fördern, die
zwingend auf eine Sockelfinanzierung angewiesen seien, insbesondere Halle für
Kunst und Kulturforum, da die laufenden Betriebskosten in der Regel nicht über
Projektfinanzierungen abgedeckt werden könnten. Für die hier jetzt leer
ausgehenden Antragsteller werde sich die Stadt in den Vorständen anderer
Förderinstitutionen intensiv einsetzen. Sie sollten dort möglichst umgehend
noch Anträge einreichen oder bereits eingereichte Anträge entsprechend
aufstocken. Beigeordneter
LÖB kritisiert, es
sei nicht einzusehen, dass die Stadt sich aus der Verantwortung für die freie
Kulturförderung ziehe und diese nach und nach immer mehr anderen Institutionen
überlasse. Diese sollten nicht als Ersatz, sondern als Zusatz betrachtet
werden. Wenn man Jahr für Jahr immer die gleichen Institutionen mit
Betriebskostenzuschüssen unterstütze, wäre es zudem sinnvoller, mit diesen
entsprechende Förderverträge abzuschließen. Die freien Mittel seien sowieso
schon gering und es sei für ihn nicht einsehbar, dass die Einsparungen immer
auf Kosten der Kulturförderung erfolgen sollen. Erster
Stadtrat KOCH
erwidert, die Forderungen des Landes zur Haushaltskonsolidierung seien unmissverständlich
und den Fraktionen auch bereits mitgeteilt worden. In den Haushaltsberatungen
habe die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen sich seines Wissens nicht so vehement
für die Umverteilung von Mitteln in den Kulturetat eingesetzt. Fraglich sei
auch, wo die Mittel an anderer Stelle eingespart werden sollten. Erster
Stadtrat KOCH beantwortet weitere Fragen der Ausschussmitglieder zu der
Thematik, insbesondere der Notwendigkeit der Unterstützung von Halle für Kunst
und des Kulturforums, die sich auf Grund ihrer Angebotsstruktur leider im Gegensatz
z.B. zum VAMOS nicht selbst tragen könnten. Gerade weil sie mit einem großen
Teil ihrer Angebote nicht den Massengeschmack bedienten, sei eine Förderung so
wichtig, denn diese Programme sollten unbedingt weiterhin ermöglicht werden, um
eine qualitativ hochwertige Angebotsvielfalt zu erhalten. Zur Halle für Kunst
sei anzumerken, dass deren Arbeit nicht nur für Lüneburg ein erheblicher Gewinn
sei, sondern auch ein ganz überragendes überörtliches Echo auslöse. Die Ausschussmitglieder
diskutieren die Problematik ausführlich auch mit den anwesenden Antragstellern
und kommen am Ende überein, dem Vorschlag der Verwaltung aus der Tischvorlage
zu folgen, unter der Voraussetzung, dass sich die Hansestadt in den Gremien anderer
Kulturförderinstitutionen für eine entsprechend höhere Förderung der hier leer
ausgehenden oder nur mit geringen Fördermitteln bedachten Antragsteller einsetzt.
Es wird deutlich gemacht, dass mit der Ablehnung oder starken Reduzierung der
Zuschüsse keine Wertung der Arbeit der Antragsteller verbunden ist. Da
ihr Förderantrag zur Unterstützung eines internationalen Symposiums bei der
Bewilligung leer ausgegangen ist, bittet Frau MOSS von der Leuphana
Universität, zumindest die für die Veranstaltung im Glockenhaus bereits im
Voraus gezahlte Miete erlassen und rückerstattet zu bekommen. Beschluss: Der
Kultur- und Partnerschaftsausschuss beschließt einstimmig bei Stimmenthaltung
der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen, den in der Anlage zum Protokoll (Tischvorlage)
aufgeführten Antragstellern Zuschüsse für kulturelle Aktivitäten im Jahr 2009
gemäß Beschlussvorschlag entsprechend der Tischvorlage der Verwaltung zu
gewähren. Den
leer ausgehenden oder nur mit geringen Summen berücksichtigten Antragstellern
soll im Ablehnungs- bzw. Förderbescheid mitgeteilt werden, dass ihre
Zuschussanträge vorrangig bei anderen Geldgebern (Sparkassenstiftung,
VGH-Stiftung etc.) platziert werden sollen. Der
Bitte von Frau Moss, der Leuphana Universität zur Durchführung eines internationalen
Symposiums die für das Glockenhaus für die Veranstaltung bereits gezahlte Miete
zu erlassen und zurück zu überweisen, wird einvernehmlich entsprochen. Ratsherr
VON MANSBERG muss
die Sitzung um 17.50 Uhr aus terminlichen Gründen verlassen und übergibt den
Vorsitz an Beigeordnete Schellmann. Abstimmungsergebnis: Ja-Stimmen: Nein-Stimmen: Enthaltungen:
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