Bürgerinformationssystem
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Beratungsinhalt: Ratsfrau EBELING dankt der Fachstelle Demografischer Wandel und Senioren für
die positive Stellungnahme. In einem kürzlich von ihr besuchten Gottesdienst
ging es ebenfalls um das Thema, Generationen zusammen zu bringen. Dort sei die
Bemerkung „macht den Jungen Lust auf Leben mit der Weisheit der Alten und
halte die Alten in Bewegung durch die Anregung der Jungen“ gefallen. Das
passe sehr gut zum Antrag der Gruppe, da der Mehrgenerationenplatz ein Angebot
im Kurpark werden solle, um Junge und Alte sportlich und spielerisch zusammen
zu führen. Ein solcher Platz könne mit einer durchlässigen Hecke abgegrenzt,
auf der Wiese im Abschnitt des Spielplatzes vorgesehen und bis zum Gradierwerk
verlängert werden. Da in Lüneburg noch keine Erfahrungen zur Nutzung und
Akzeptanz einer solchen Anlage vorliegen, müsse geprüft werden, ob ein Bedarf
vorhanden sei. Hierzu sollte der Antrag in den Grünflächen- und Forstausschuss
überwiesen werden, eventuell unter Einbeziehung des Sportausschusses. Zur
Studie der Universität in Lappland sei zu sagen, dass Testpersonen im Alter
zwischen 65 und 81 Jahren ihre Gelenkigkeit, Schnelligkeit und ihr Koordinationsvermögen
verbessern konnten, nachdem sie Klettergerüste und Sprossenleitern auf
öffentlichen Spielplätzen genutzt hatten. Inwieweit solche Studien auf die
Situation vor Ort übertragen werden könnten, sei dahingestellt, sie halte
solche Tests aber für gefährlich, da Spielplatzgeräte der jüngeren Generation
vorbehalten bleiben sollten. Es gebe für jede Generation passende Geräte,
geachtet werden sollte jedoch insbesondere auf Balanceübungen. Es gehe nicht
darum, Höchstleistungen zu erbringen, sondern das körperliche und seelische
Wohlbefinden zu stärken. Bürgermeister KOLLE stellt dar, dass ein Mehrgenerationenplatz, wie er von der
Gruppe geplant sei, nicht etwa ein Spielplatz für Alte sein solle, wie die
Berichterstattung in der Landeszeitung vielfach fälschlich aufgenommen worden
sei. Vielmehr solle ein solcher Platz für alle Bürger dieser Stadt sein, gleich
welchen Alters. Entgegen der vielen sehr ernsten Themen der letzten Zeit gehe
es hierbei darum, Freude am gemeinsamen Spiel und Sport für Jung und Alt zu
schaffen. Jeder kenne die Situation auf Spielplätzen, auf denen Eltern und
Großeltern meist nur passiv dabei sitzen, wenngleich es vielen – da
spreche er auch aus Erfahrung – in den Fingern jucke, mitzuspielen. Daher
sei er sehr froh, dass diese Idee geboren worden sei und man in anderen Städten
bereits praktische Erfahrungen damit gemacht habe. Mit solchen Plätzen könne
man viel Gutes bewirken. Gemeinsame Bewegung für Jung und Alt bringe Schwung
und mache fit. Wer schon einmal beim Stadtfest im Liebesgrund gewesen sei, habe
feststellen können, dass bereits seit mehreren Jahren ein gemeinsames Spielfest
aller Generationen ausgerichtet werde. Das sei jedoch stets nur ein
Tageserlebnis, das nun ausgebaut werden solle. Inzwischen gebe es eine große
Anzahl an Geräten, hier müssten Verwaltung und Fachausschuss genau schauen, was
passend und angemessen sei. Der Kurpark sei der ideale Ort für einen
Mehrgenerationenplatz, er liege zentral und sei gut zu erreichen. Ratsherr SOLDAN unterstützt die bisherigen Ausführungen zu diesem
sinnvollen Antrag und ergänzt, dass man im Kurpark lediglich anfangen, mit der
Umsetzung anschließend aber in den Stadtteilen weitermachen sollte, um noch
mehr solche Plätze zu schaffen. Beigeordneter LÖB erinnert daran, dass seine Fraktion vor acht Jahren im
Sportheim des MTV Treubund ihre Planungen für den Kurpark vorgestellt habe.
Seinerzeit sei man von den anwesenden Mitgliedern der älteren Generation
geradezu auseinander genommen worden, weil man Dinge wie einen bespielbaren
Brunnen gefordert habe. Inzwischen seien diese Vorschläge aufgenommen worden
und sollen nun umgesetzt werden. Damals wollte seine Fraktion den Kurpark zu
einem Familienpark machen, nun werde beantragt, einen Mehrgenerationenplatz einzurichten. Dabei werde
der Begriff ‚Mehrgenerationen’ leider meistens dahingehend
reduziert, dass man etwas für Senioren tun wolle. Ein solcher Ansatz würde
jedoch dazu führen, den Kurpark wieder zu einem Seniorenpark zu machen.
Mehrgenerationenpark bedeute, für alle Generationen etwas zu tun, indem man
auch für Menschen mittleren Alters etwa Sportmöglichkeiten schaffe, oder für
jüngere Menschen etwas einrichte, wenngleich dies, wie man erlebe, zu Problemen
führen könne. Die Forderung nach einem Mehrgenerationenplatz dürfe sich daher
nicht auf Geräte für Senioren beschränken, sondern müsse zu einem attraktiven
Aufenthaltsort für alle Generationen werden, zu dem auch eine entsprechende
Restauration gehöre. Derzeit gebe es nur einen schlechten und auf eine gewisse
Öffnungszeit reduzierten Kiosk, auch das sei ein dringend anzusprechender
Punkt, wenn man den Kurpark attraktiver gestalten wolle. Ein
Mehrgenerationenplatz müsse ein Ort werden, an dem sich dauerhaft viele
Menschen wohlfühlen können, daher müsse man auch über diesen einen Platz
hinausdenken. Ratsherr RIECHEY bestätigt, dass seine Fraktion natürlich das Projekt eines
Mehrgenerationenplatzes unterstütze. Er schlage darüber hinaus eine
Mehrgenerationen-Fahrradtrasse durch den Kurpark vor, die wunderbar zu dem
Mehrgenerationenplatz passen würde. Beschluss: Der Rat
der Hansestadt Lüneburg überweist den Antrag einstimmig zur weiteren Beratung
in den Grünflächen- und Forstausschuss. (06) |
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