Bürgerinformationssystem
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Beratungsinhalt: Die
Probepflasterflächen in der Kaufhausstraße werden von den Ausschussmitgliedern
vor Ort in Augenschein genommen. Stadtbaurätin
Gundermann schlägt
zur Vorgehensweise vor, dass die Ausschussmitglieder sich einen Überblick über
die vorgelegten Musterflächen verschaffen und ggf. Fragen hierzu stellen. Ergänzende
Fragen können dann ebenso wie die Abstimmung im Sitzungssaal vorgenommen werden.
Die
Ausschussmitglieder stimmen dieser Vorgehensweise zu. Fachbereichsleiter
Dr. Rehbein zeigt
die unterschiedlichen Musterflächen auf und gibt Erläuterungen zum verlegten
Material. Musterfläche
1 Bei
dieser Pflasterfläche handelt es sich um portugiesisches Material, dass sehr maßhaltig
ist und dadurch im Grunde einwandfrei verlegt werden könnte. Allerdings ist es
von den verlegten Mustern die teuerste Variante. Stadtbaurätin
Gundermann weist
darauf hin, dass das Material einen sehr sterilen und einförmigen Eindruck
vermittelt. Die Oberfläche erweckt den Eindruck, als wenn es sich um rutschiges
Material handelt. Dass ist dadurch bedingt, weil der Stein allseitig maschinell
gesägt sei. Da die Fugenbreite unterschiedlich ausgefüllt wurde, ergibt sich
kein schönes Fugenbild. Da es sich aber
um Naturmaterial handelt, kommt es den gestellten Anforderungen dennoch sehr
nahe, obwohl es flächig gesehen eine gewisse sterile Wirkung aufweist. Musterfläche
2 Das
Pflastermaterial dieser Fläche besteht aus Betonstein, obwohl es mit den
gebrochenen Kanten wie ein Naturstein wirkt. Der Betonstein ist gegenüber dem
Naturstein kostengünstiger. Stadtbaurätin
Gundermann ergänzt,
dass es erstaunlich ist, was man mit Betonstein alles machen kann. Der Stein
vermittelt einen ganz ebenen Eindruck, so dass er verlegt wirkt wie Boulevardplatten.
Das Material wird in einem Farbton verlegt. Aus der Erfahrung heraus lässt sich
aber schon jetzt sagen, dass bei notwendig werdenden Auswechselungsarbeiten es
sehr schwierig sein wird, für das Ersatzmaterial den passenden Farbton zu
treffen. Ingesamt
gesehen sieht das verlegte Material gut aus. Hochborde Aufgezeigt
werden die in den Musterflächen verbauten Betonhochborde im Vergleich zu den
Hochborden aus Naturstein. Mit einer gefasten Kante sind diese Steine
verlegbar. Das Material stammt aus China, könnte jedoch in vergleichbarer Form
auch aus Portugal bezogen werden. Musterfläche
3 Hierbei
handelt es sich um chinesisches Material einmal in einer rötlichen Form,
Handelsname Boval, und zum anderen in einer dunkleren Farbe, Handelsname Negra.
Die Oberfläche ist gesägt, die Kanten sind gebrochen. Ratsherrn
Meihsies interessiert,
ob das Material fertig bearbeitet angeliefert wird. Fachbereichsleiter
Dr. Rehbein erklärt,
dass das Material fertig bearbeitet angeliefert werde. Für den Fall, dass
Material bestellt wird, wird auf jeden Fall eine Expertise abgefordert, dass
Kinderarbeit dabei ausgeschlossen wird. Das angesprochene Material stammt aus China,
Kinderarbeit ist aber eher in Indien zu vermuten. Musterfläche
4 Die
Musterfläche mit gebrauchtem schwedischen Naturpflaster wird aufgezeigt. Das
Material lässt sich großflächig eben verlegen. Preislich ist es günstiger als
das chinesische Material, das portugiesische Pflaster ist hierbei am teuersten.
Beigeordnete
Schellmann empfindet,
dass im Vergleich zu dem verlegten Pflaster „Am Fischmarkt“ dieses Material
am wenigsten auffallen würde. Ratsherr
Schuler weist
darauf hin, dass neben dem Kriterium Haltbarkeit auch die Geräuschentwicklung
beachtet werden sollte. Stadtbaurätin
Gundermann erklärt, dass man bei der Auswahl des Materials
sich fragen sollte, was man als Maßstab zugrunde legt. Es stellt sich die
Frage, ob eher gestalterische Aspekte oder eben auch andere, wie die
Geräuschentwicklung im Vordergrund stehen sollen oder ob es angezeigt ist,
einen Kompromiss zu finden. Für Naturstein spricht, dass es einen eigenen Charakter
und auch Charme hat. Fachbereichsleiter
Dr. Rehbein ergänzt,
dass das Natursteinmaterial haltbarer als Betonsteinpflaster und auch wieder
verwendbar sei. Das Natursteinmaterial ist dauerhafter aber auch teurer. Fußwegebereiche Stadtbaurätin
Gundermann führt aus, dass von den 3 Musterflächen die
linke Fläche einen zu hohen Grauanteil habe, während die rechte Fläche zu
glänzend sei. Herrn
Burgdorff – ALA – interessiert, ob die vorgeschlagenen Straßenpflasterungen auch
für Busverkehre ausgelegt seien. Fachbereichsleiter
Dr. Rehbein erklärt,
dass dies kein Problem darstellt. Der Unterbau und der Belag selbst sind
standardisiert bis Bauklasse III. Weitere
Wortmeldungen liegen nicht vor. Im
Anschluss wird die Sitzung im Magistratszimmer, Rathaus, fortgeführt. Beigeordneter
Körner begrüßt zur
weitergehenden Beratung Herrn Novotny vom beauftragten Planungsbüro Odermann
& Krause. Stadtbaurätin
Gundermann führt einleitend aus, dass seitens Herrn
Novotny die Straßenausbaupläne vorgestellt werden sollen. Dargestellt wird die
vorhandene Parksituation im Vergleich zu dem, wie sie vor einem Jahr war und
wie sie werden soll. Eingegangen wird auch auf die zukünftige Verkehrsführung.
Die Kosten für die vorgesehene Pflasterung werden in ihren Alternativen
gegenübergestellt. Herr
Novotny – Büro Odermann & Krause stellt in einer Power-Point-Präsentation in einer
Ist-Analyse die Parkraumsituation während und nach der Feuerwehrnutzung vor. Im
nördlichen Bereich der Straße sind nach wie vor 5 Stellplätze ausgewiesen. Die
nach Beendigung der Feuerwehrnutzung des Gebäudes vorübergehend vor den
Garagentoren eingerichteten 14 Stellplätze wurden zwischenzeitlich auf 5 Stellplätze
reduziert. Dies geschah vor dem Hintergrund, dass mit dem Umbau zum Hotel im
Garagenbereich eine Ladenzeile eingebaut wird und hierzu die vor den jetzigen
Garagentoren liegenden Flächen in die Nutzung der Ladenzeilen einbezogen werden
sollen, so dass eine glatte Fassade entstehen wird. Aufgezeigt
wird der Bereich, in dem der Investor plant, ein Parkdeck zu bauen. Die derzeitige
Planung sieht vor, dass das Parkdeck über 2 Rampen erschlossen wird. Die zum
alten Kaufhaus hin gelegene Rampe wird in das Tiefparterre führen, während die
nördlich gelegenen Rampe zum Oberdeck führen wird. Das Parkdeck soll
2-geschossig ausgebildet werden. Die Kurvenbereiche der Kaufhausstraße mit den
Einmündungsbereichen werden so ausgebildet, dass sowohl 3-achsige Müllfahrzeuge
als auch Reisebusse die Straße befahren können. Variante
I In
einer Variante I wird die Anordnung von in der Summe 15 Stellplätzen vorgesehen.
Eine Busfahrt zum Hoteleingang wird ebenfalls möglich sein. Die Breiten der
beidseitigen Fußwege, des Parkstreifens sowie der Fahrbahn werden dargestellt. Variante
II Bei
der vorgestellten Ausbauplanung der Variante II wäre die Anordnung von 17 Kfz-Stellplätzen
möglich. Auch bei dieser Variante wäre die Anfahrt zum Hotel durch Busse und Müllfahrzeuge
gesichert. Variante
III Auch
bei dieser vorgestellten Variante wäre die Ausweisung von 17 Kfz-Stellplätzen
möglich. Variante
IV Bei
dieser Variante wäre die Ausweisung von 13 Stellplätzen möglich. Die Parkbereiche
könnten hierbei durchgängig auf der Westseite angeordnet werden. Vor dem Hotel
könnte eine Ladezone angeordnet werden. Stadtbaurätin
Gundermann erklärt,
dass die Variante IV als die geeignetste erscheint. Einerseits ist eine klare
Regelung der Verkehre möglich, andererseits weist die Gestaltung auch eine
gewisse Großzügigkeit auf. Auch kann bei dieser Variante ein Bus vor dem
Hoteleingang halten. Die
anderen Varianten wurden vorrangig deshalb aufgezeigt, um zu zeigen, dass sich
die Verwaltung sehr viele Gedanken gemacht habe, die anderen Varianten aber
alle ihre speziellen Schwächen haben. Die Verwaltung präferiert eindeutig die
Variante IV. Ratsherr
Schuler hält auch die Variante IV für die geeignetste,
zumal auch bei dieser Variante mehr Stellplätze als derzeit zur Verfügung
stehen werden. Herrn
Burgdorff – ALA – weist darauf hin,
dass auf dem Hausgrundstück Kaufhausstraße 26 ein Stellplatz angelegt ist. Ihn interessiert,
ob dieser auch zukünftig nutzbar bleibt, obwohl auf der anderen Straßenseite
ein Parkstreifen angelegt wird. Herr
Novotny – Büro Odermann & Krause erklärt, dass
der Stellplatz auch weiterhin uneingeschränkt nutzbar bleiben wird. Beigeordnete
Schellmann begrüßt es, dass die Stellplätze durchgehend
auf der einen Seite angelegt werden, zumal man dadurch in die vorhandnen
Zufahrten zu den anderen Grundstücken besser einfahren kann. Ratsherrn
Meihsies interessiert,
wie viel Stellplätze durch den Umbau zu einem Hotel nachzuweisen sein werden. Stadtbaurätin
Gundermann weist
darauf hin, dass sich der nachzuweisende Stellplatzbedarf danach richtet, was
die Stellplatzverordnung hierzu fordert. In dieser Verordnung ist geregelt,
nach welchen Anwendungsschlüsseln welche Anzahl von Stellplätzen nachzuweisen
ist. Die Anzahl der nachzuweisenden Stellplätze wird im
Baugenehmigungsverfahren geregelt. Es ist aber davon auszugehen, dass alle nachzuweisenden
Stellplätze in der vorgesehnen Parkpalette vollständig nachgewiesen werden
können. Nach
Prüfung der Bauantragsunterlagen ist vorgesehen, das Bauvorhaben noch einmal im
Ausschuss vorzustellen. Ratsherr
Meihsies bittet
darauf zu achten, dass eine ansprechende Verkleidung des Parkdecks vorgenommen
wird, so dass das Gesamtbild gewahrt bleibt. Stadtbaurätin
Gundermann hält es
für denkbar, dass man vorrangig nicht eine Verschönerung anstrebt, sondern sein
Hauptaugenmerk darauf richtet, so schlicht und so zurückhaltend wie möglich die
Gestaltung der Fassade des Parkdecks vorzunehmen. Konkrete Aussagen hierzu
können jedoch erst getroffen werden, wenn entsprechende Bauantragsunterlagen
vorliegen. Beigeordnete
Schellmann geht davon aus, dass der Bau des Parkdecks sich
nicht viel aufdringlicher darstellen wird, als gegenüber der derzeitigen
Situation. Beigeordneter
Körner überzeugt
die Variante IV am meisten. Auch er hält eine zurückhaltende Fassadengestaltung
des Parkdecks für angebracht. Oberbürgermeister
Mädge erklärt, dass die fußläufigen Verbindungen
zwischen dem Hotel Bergström und dem neuen Hotel im Alten Kaufhaus so gestaltet
werden müssen, das gehbehinderte Personen und Rollstuhlfahrer die
Wegeverbindung ohne Probleme nutzen können. Entsprechend
würde die Lüner Straße als Durchgangsstraße auch mit Betonpflaster neu verlegt
werden, währenddessen die Querstraße dazu das angesprochene gebrauchte
schwedische Natursteinpflaster erhalten würde. Er
hält deshalb die Verbindung der angesprochenen praktischen Momente in Verbindung
mit den gestalterischen Anforderungen für einen gangbaren Weg. Der
Granitstein ist, abgesehen von den höheren Kosten, nicht geeignet, weil er
durch die höheren Abrollgeräusche der Parksuchverkehre die Anlieger zu sehr
beeinträchtigen würde. Aus verschiedenerlei Gründen werden sich diese Verkehre
auch nicht unterbinden lassen. Gleiche
Regelung für die Wahl des Betonsteinpflasters würde auch für den Bogen Am
Werden gelten, wenn er denn einmal neu gemacht werden sollte. Stadtbaurätin
Gundermann führt
aus, welche Art Pflaster zu den Hauswänden hin Verwendung finden sollen. Die
Hochborde werden in Naturstein gesetzt. Auf
diese aufgezeigten Straßenquerschnitte würden sich dann die Ausbaukosten der
einzelnen Straßenzüge ergeben. Fachbereichsleiter
Dr. Rehbein erläutert,
dass der Straßenunterbau bei beiden vorgesehenen Varianten gleich ist. Die
ermittelten Kosten beziehen sich jeweils auf die Kosten pro m² Verlegung. Herr
Novotny – Büro Odermann & Krause führt aus,
dass die Hochborde mit 8 – 10 cm relativ flach gehalten werden. Ein wenig
Ansicht müssen die Hochborde jedoch haben. Im
Bereich der Gebäudevorsprünge auf der Ostseite ist die Verlegung von Katzenkopfpflaster
vorgesehen. Diese Bereiche werden außerhalb der fußläufigen Bereiche liegen. Ratsherr
Meihsies plädiert
dafür, dass in diesem Bereich das typische Lüneburger Kopfsteinpflaster verlegt
wird, weil es sich harmonisch zum Bereich Am Fischmarkt einfügen würde, wo
dieses Pflaster ebenfalls verlegt ist. Stadtbaurätin
Gundermann gibt
wieder, welche vorherrschende Meinung sie im Ausschuss und in vielen
Einzelgesprächen vorher wahrgenommen hat. Betonpflaster
stellt in den Straßen, in denen Verkehre abgewickelt werden müssen die über dem
normalen Anliegerverkehr hinausgehen, eine angemessene Lösung dar. Passend dazu
sollte der Klinker in Ergänzung gewählt werden, wie er in der Straße Am
Fischmarkt gegenüber dem Hotel Bergström bereits verlegt wurde. In den Wohnstraßen
sollte der gebrauchte schwedische Naturstein verlegt werden. Oberbürgermeister
Mädge ergänzt, dass
in Straßen mit Verkehren die über das Maß von Anliegerverkehren hinausgehen,
auch aus Lärmschutzgründen das angesprochene Pflaster verlegt werden sollte. Fachbereichsleiter
Dr. Rehbein erläutert,
dass die Kosten für den jeweiligen Unterbau und die Tragschichten identisch sind.
Die
Kostensituation stellt sich wie folgt dar:
Der
Unterschied zwischen Betonsteinpflaster mit Natursteinbord und dem
portugiesischen Pflaster beträgt bezogen auf die Kaufhausstraße rund 200.000
€/brutto. Beigeordneter
Körner hält das
Betonsteinpflaster für geeignet und insgesamt für ruhiger in der Ansicht. Beim
Natursteinpflaster ist oftmals das Fugenbild zu breit und im Gebrauch sind die Fugen
durch die Reinigungen oftmals zu tief ausgewaschen. Herrn
Burgdorff – ALA – mag der
Argumentation von Beigeordneten Körner so nicht folgen. Die Fugenbreite hängt
vorrangig davon ab, wie gut das Pflaster verlegt wurde. Dass die Fugen oftmals
zu tief bei Reinigungen ausgekratzt werden ist ein Mangel, den man durch geeignete
Maßnahmen auch einschränken könnte. Insofern sind das nach seiner Ansicht keine
Argumente, Natursteinpflaster nicht zu wählen. Für Betonsteinpflaster könnte er
sich nur aus dem Kostenaspekt heraus entscheiden. Inwieweit dies auch in der
Schleife Am Werder verlegt werden sollte, sollte nach seiner Ansicht noch
einmal überdacht werden. Hier sollte zumindest noch einmal überlegt werden,
inwieweit man die Verkehre dort einschränken kann. Das gebrauchte schwedische Natursteinpflaster
würde er für den Straßenzug Am Werder für besser halten. Fachbereichsleiter
Dr. Rehbein weist
darauf hin, dass bei den in Augenschein genommenen Musterflächen bei der
Verlegung natürlich darauf geachtet wurde, passend gut sortierte Steine zu
verlegen. Deshalb muss insbesondere bei dem gebrauchten schwedischen Material davon
ausgegangen werden, dass, bezogen auf den ganzen Straßenzug, sich die Fläche
nicht ganz so glattflächig verlegen lässt. Ratsherr
Meihsies sieht das
auszuwählende Pflaster in Bezug auf die gegebene Situation des Straßenzuges Am
Fischmarkt. Er selbst empfindet den vorgesehenen braunen Betonstein als keinen
guten Kompromiss. Fachbereichsleiter
Dr. Rehbein zeigt
auf, dass ein Materialbruch nicht zu verhindern sei. Die Ilmenau-Brücke hat
einen Asphaltbelag und Betonkappen. Daran wird man nichts verändern können. Sorgsam
wird darauf zu achten sein, welches Material man im Kreuzungsbereich verwenden
will, um nicht einen zu großen Materialmix zu haben. Beigeordnete
Schellmann interessiert, ob auch das zu querende Stück
Straße einen anderen Belag erhalten wird. Oberbürgermeister
Mädge führt aus,
dass das Betonsteinpflaster im Zuge der Umgestaltung der Kaufhausstraße bis zum
Übergang des Pflasterbelages der Straße Am Fischmarkt über den Kreuzungsbereich
hinaus verlegt wird. In
diesem Zusammenhang wird man auch die Kante im Einmündungsbereich für
Kinderwagen nutzbar gestaltet. Verdeutlicht
wird, dass der Brückenübergang der Materialbruch sein wird. Alle daran anschließenden
Straßen mit Fahrverkehren sollen so ausgestaltet werden wie vorgestellt. Beigeordnete
Schellmann möchte ergänzend wissen, ob es unbedingt nötig
ist, den Ausbau bis zum Übergang des Straßenzuges Am Fischmarkt fortzuführen
und nicht im Einmündungsbereich Kaufhausstraße/Lüner Straße enden zu lassen.
Allein von der Optik her würde sie dies für eine bessere Lösung halten. Oberbürgermeister
Mädge verdeutlicht,
dass durch den Bruch am Übergang zum Brückenbauwerk dem Autofahrer signalisiert
wird, hier langsamer zu fahren. Herr
Novotny – Büro Odermann & Krause – ergänzt, dass es verkehrstechnisch
fatal wäre, das Pflaster nicht über den Kreuzungsbereich hinweg zu ziehen. Es
würde dadurch für die Vorfahrtsregelung der Eindruck entstehen, dass es sich um
eine übergeordnete Straße handeln würde. Von der Verkehrssicherheit wäre es
deshalb konsequent, die Pflasterung über den Kreuzungsbereich hinüber zu
ziehen. Ratsherr
Bruns merkt an, dass sich das schwedische Natursteinmaterial
am besten optisch dem Betonstein anpasst. Er hält die präferierte Materialwahl
für gut. Für den Fußgängerbereich einen etwas dunkleren Klinker zu nehmen ist
für ihn nicht das Problem. Fachbereichsleiter
Dr. Rehbein erklärt,
dass der Kostenschätzung 1.640 m² Fläche zugrunde liegen. Diese Fläche
beinhaltet noch nicht den Kreuzungsbereich und das Stück bis zum Übergang des
Brückenbelages. Die Ausbaugrenze ist bis zum Einmündungsbereich gerechnet. Mit
Einbeziehung der Flächen wird man sich aber auch noch in dem für den Haushalt
angemeldeten Kostenrahmen bewegen. Bürgermeister
Kolle möchte
wissen, ob es langfristig gesehen vorgesehen sei, die Straßen im Wasserviertel entsprechend
den vorgestellten Ausbauvarianten umzugestalten und insofern heute eine
Grundsatzentscheidung getroffen werden soll oder ob die bisherige Vielfalt in
den Belägen erhalten bleiben soll. Stadtbaurätin
Gundermann führt
aus, dass die Umgestaltung weiterer Straßenzüge im Sanierungsgebiet stark
abhängig davon ist, in welchen Jahresscheiben die Fördermittel zugeteilt werden.
Zu berücksichtigen ist dabei aber auch, dass nur ein Teil der Förderungsmittel
für den Ausbau von öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen verwendet wird. Ein
weiterer Teil der Fördermittel steht für private Sanierungsmaßnahmen zur
Verfügung. Die Kaufhausstraße stellt hierbei nur einen ersten Schritt dar. Ein
Umbau ist auch für die Straßenzüge Salzstraße am Wasser und Am Werder
vorgesehen. Weitere Maßnahmen werden davon abhängig sein, in welchem Umfang Fördermittel
fließen. Vorteil für die Anlieger ist, dass für sie keine Beiträge nach der Straßenausbaubeitragssatzung
erhoben werden. Stattdessen wird am Ende des Sanierungszeitraumes geprüft, inwieweit
durch eine Wertsteigerung Ausgleichsbeiträge zu zahlen sein werden. Beigeordnete
Schellmann interessiert, ob auch in den Straßen im
Wasserviertel, in dem jetzt Kopfsteinpflaster liegt, dieses aufgenommen und stattdessen
das beschriebene Pflaster verlegt werden soll. Oberbürgermeister
Mädge verdeutlicht,
dass man in den Seitenstraßen zwischen Lüner Straße und Rosenstraße ggf. die Kanäle
und Leitungen zu erneuern haben wird. Ansonsten soll dort das vorhandene
Pflaster nur aufgenommen und neu verlegt werden, damit die für einen ordnungsgemäßen
Straßenaufbau erforderliche Spannung wieder aufgebaut werden kann. Zu
diskutieren wird sein, wie die Lüner Straße, die im Augenblick aufgrund
durchgeführter Maßnahmen noch nicht für eine Erneuerung ansteht, zu sanieren
sein wird. Grundsätzlich
sollen aber private Investoren vorrangig im Gebiet gefördert werden. Straßenneupflasterungen
haben dahinter zurückzustehen. Aus
heutiger Sicht ist geplant, die Straßenzüge Kaufhausstraße, Lüner Straße und Am
Werder in Betonsteinpflaster zu verlegen. Alle anderen Straßen im Sanierungsgebiet
würden sich dann, wenn sie zur Sanierung anstehen, in Naturstein gepflastert
werden. Hier würde ebenso wie bei den asphaltierten Flächen das gebrauchte
schwedische Natursteinpflaster eingebaut werden. Bei Straßenzügen, in denen
Natursteinpflaster verlegt ist, würde bei einer Sanierung das vorhandene
Pflaster aufgenommen und mit der erforderlichen Spannung neu verlegt werden. Es
ist nicht vorgesehen, vorhandenes Natursteinpflaster zu entsorgen und durch
anderes Material zu ersetzen. Wissen
muss man in diesem Zusammenhang, dass das Verlegen von gebrauchtem Material
zumindest ebenso teuer ist wie die Verlegung von neuem Material. Ausführungszeiten
können heute noch nicht benannt werden. Das ist, wie bereits ausgeführt,
abhängig davon, wie Fördermittel fließen und von der Nachrangigkeit der
Sanierung öffentlicher Straßen gegenüber privaten Investitionen. Anders zu
sehen wäre eine Situation, wenn die AGL auf eine Kanalsanierung drängen würde.
Dann müsste darüber nachgedacht werden, die Straßensanierung im Zuge einer
Kanalsanierung vorzuziehen. Beigeordneter
Körner überzeugt
die Variante IV am meisten. Auch er hält eine zurückhaltende Fassadengestaltung
des Parkdecks für angebracht. Weitere
Wortmeldungen liegen nicht vor. Beigeordneter
Körner verliest den
Beschlussvorschlag der Verwaltung und stellt diesen zur Abstimmung. Beschluss: Der
Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung fasst einen der Beschlussempfehlung
der Verwaltung folgenden mehrheitlichen Beschluss bei 2 Enthaltungen
(Beigeordnete Schellmann, Ratsherr Meihsies). |
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