Bürgerinformationssystem
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Beratungsinhalt: Ratsherr RIECHEY begrüßt, dass die CDU, kurz nachdem der Antrag gestellt
wurde, einen weiteren Kandidaten aus dem Hut gezaubert habe. Der Kandidat habe
zwar bei der Vorstellung inhaltlich nicht überzeugen können, zumindest schien
dadurch aber die Auswahl zwischen zwei Kandidaten gegeben gewesen. Nun sei aber
auch dieser Kandidat abgesprungen, so dass erneut nur eine Kandidatin zur
Auswahl stehe. Er betone ausdrücklich, dass Frau Lukoschek bei der Vorstellung
einen sehr guten Eindruck auf ihn gemacht habe und er sich ihre Wahl zur
Stadtkämmerin sehr gut vorstellen könne. Bei der Besetzung einer so wichtigen
Stelle wolle er trotzdem eine Entscheidung durch eine Personalauswahl haben.
Sein Antrag sei damit aktueller denn je und würde der Verwaltung die
Gelegenheit bieten, hier noch einmal nachzubessern. Völlig unklar sei, warum
sich die Cunsultingagentur bei der Kandidatensuche nur auf einen sehr
eingeschränkten Radius für die aktive Suche beschränkt habe. Der nord- und der
ostdeutsche Raum seien überhaupt nicht ausgeschöpft worden. Man müsse sich
fragen, warum nicht auch im Osten der Republik gesucht wurde, dies bitte er
klarzustellen. Als Rat könne man durchaus erwarten, drei qualifizierte
Kandidaten vorgestellt zu bekommen. Dies hätte seines Erachtens auch bei der
Bastelung des Vertrages mit der Consultingagentur für die Vertragserfüllung
irgendwie mit eingearbeitet werden müssen. Es sei schon merkwürdig, denn
anscheinend sei doch der Oberbürgermeister zu einem Gespräch gefahren, bei dem
fünf Kandidaten angeschaut wurden. Diese seien aber alle wieder abgesprungen,
da müsse man sich Gedanken machen, woran das liege. Es sei eine Frage des
Respekts gegenüber diesem Gremium, dem Rat eine Auswahl zu präsentieren. Er
wisse, dass das schwierig sei, denke aber, das könne der Rat von der Verwaltung
verlangen. Ratsherr MEIHSIES erklärt, dass das Verfahren der Besetzung in der Systematik
nicht zu kritisieren sei. Es sei, wie die Firma Kienbaum dies auch dargelegt
habe, eine transparente Situation mit sehr umfassender Recherche gewesen. Daran
sei keine Kritik zu üben, man müsse sich vielleicht nur überlegen, einfach
einmal eine andere Firma auszuprobieren. Für seine Fraktion habe das Desaster eher
nach dem Auswahlverfahren begonnen. Dieses Desaster könne er nur mit dem
Begriff ‚los’ einleiten: Die CDU sei konzeptlos, sie sei mutlos und
sie sei auch führungslos in dieser Frage. Sie habe in der Zeit der Diskussion
um die Besetzung der Stelle gezeigt, dass sie kein Konzept habe. Er hätte
erwartet, dass es von dieser Seite auch Vereinbarungen mit dem
Koalitionspartner gebe, die CDU habe sich aber offenbar nicht durchsetzen
können und daher nochmals einen Monat Vakanz ausgelöst. Das sei unrühmlich und
nicht gut gegenüber den Bewerberinnen und Bewerbern. Seine Fraktion habe das
als überflüssig angesehen, sie sei nach der Vorstellung der Kandidaten
jedenfalls entscheidungsfähig und entscheidungsbereit gewesen. Das Los der CDU
sei an dieser Stelle eher eine Niete gewesen, indem sie sich in diesem Monat
nicht weiter konkretisiert und keine neuen Vorschläge für ein
Besetzungsverfahren gemacht habe. Es sei nun das Problem der CDU, dies in der
Öffentlichkeit darzustellen. Den nächsten Schritt habe man in der Landeszeitung
lesen können: Die CDU wolle ein Postengeschacher machen, wonach die Einen die
Kämmerin bekommen, sie für sich selbst aber einen Umweltdezernenten forderten.
Erst vor kurzem sei beschlossen worden, diese zuvor von Frau Schröder-Ehlers
besetzte Stelle mit einer Übergangslösung kostensparend zu besetzen. Er vermöge
nicht nachzuvollziehen, warum der Personalkostenhaushalt aufgebläht werden
solle, nur damit die CDU eine neue Dezernentenstelle bekomme. Das sei mit
seiner Fraktion nicht zu machen, auch wenn das Thema Umwelt natürlich hoch
angesiedelt werden müsse. Die Umsetzung des Themas Umwelt hänge jedoch nicht
allein an einer neuen Person, sondern an einer kreativen Zusammenarbeit der CDU
mit der SPD. Beigeordnete SCHELLMANN wehrt sich gegen die Aussage, es sei keine Auswahl
getroffen worden. Es sei eine Auswahl durch ein Beratungsunternehmen
durchgeführt worden, welches sehr versiert vorgegangen sei. Die Stellensuche
sei nicht regional konzentriert gewesen, sondern durch Anzeigen etwa in der FAZ
bundesweit verbreitet worden. Es hätten sich also Interessenten aus dem
gesamten Bundesgebiet bewerben können. Bekanntlich sei es jedoch schwierig,
geeignete Bewerber für solche Stellen zu finden, wer sich mit dem Thema
beschäftige, wisse das. Es sei auch gar nicht untypisch, dass Bewerber im
letzten Moment abspringen. Der kurzfristig gefundene zweite Bewerber habe sie
nicht so sehr überzeugen können. Die nun zur Wahl stehende Kandidatin empfinde
sie als eine zielführende Persönlichkeit, der es gelingen könne, die Stelle
auszufüllen und gute Arbeitsleistungen und Ergebnisse zu erzielen. Sie wehre
sich jedoch gegen die Aussage, dass geschachert werde. Sie sei überzeugt, dass
alle Fraktionen im Rat die bestqualifizierten Kandidaten für diese Aufgabe
suchten und sie werde sich dafür einsetzen, dass das auch bei der nächsten
Besetzung wieder gelte. Beigeordnete BAUMGARTEN vermutet eine Verwechslung seitens der Grünen, indem
diese der CDU Mutlosigkeit und Führungslosigkeit attestierten. Mutlosigkeit
stelle sie vielmehr bei den Grünen selbst und bei Herrn Meihsies fest, denn
Mutlosigkeit müsse man ja empfinden, wenn niemand mit einem reden und etwas
gemeinsam unternehmen wolle. Ihre Fraktion habe sich selbstverständlich gerne
einen Monat zusätzliche Zeit gelassen, da sie der Auffassung sei, dass die
Kämmerei ein sehr wichtiges Dezernat in der Stadtverwaltung sei. Sie stehe
dazu, sich lieber heute noch einen Monat Zeit zum Überdenken und zum Überplanen
zu nehmen, schließlich werde hier jemand für acht Jahre gewählt, das dürfe
nicht per Schnellschuss erfolgen. Beigeordneter DÖRBAUM betont, dass nach einem umfangreichen Verfahren aus 120
Kandidaten eine Bewerberin vorgestellt worden sei, bei der man davon ausgehen
könne, dass sie diese Aufgabe qualifiziert erfüllen werde. Warum aus dem
verbliebenen Kreis der letzten fünf Bewerber nun der eine oder andere am Ende
noch abgesprungen sei, sei dahingestellt. Bereits im Personalausschuss sei über
die Frage diskutiert worden, wie man mit der Fachbereichsleitung 3 umgehe. Man sei
zu der Auffassung gekommen, diese Stelle für ein Jahr über ein
Abordnungsverfahren zu besetzen. Man sei sich sehr wohl bewusst, dass das Thema
Umwelt eine so große Rolle spiele, dass die Verwaltung längerfristig gesehen
hier besser aufgestellt werden müsse. Das sei sicherlich auch im Sinne der
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Heute werde man nach Eignung und Befähigung
eine Wahl treffen und man werde das im nächsten Jahr genauso tun, wenn es um
die Dezernentenstelle im Umweltbereich gehe. Im Anschluss an die Abstimmung über den Änderungsantrag der
Fraktion DIE LINKE stellt sich Frau Gabriele Lukoschek kurz vor. Es
erfolgt kein Widerspruch gegen eine offene Wahl. Beschluss: Der
Rat der Hansestadt Lüneburg wählt mehrheitlich mit den Stimmen der Gruppe
SPD/CDU, der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, der FDP-Fraktion und der Fraktion
DIE LINKE bei 2 Enthaltungen durch Ratsherrn Pols und Ratsfrau Ebeling auf
Vorschlag von Herrn Oberbürgermeister Mädge Frau Gabriele Lukoschek für
eine 8-jährige Amtszeit vom 01.09.2008 bis 31.08.2016 zur Stadtkämmerin. Gemäß
§ 81 NGO in Verbindung mit § 12 der Hauptsatzung der Hansestadt Lüneburg
erfolgt eine Berufung in das Beamtenverhältnis auf Zeit und eine dem Amt
entsprechende Einweisung in eine Planstelle der Besoldungsgruppe B 3
Bundesbesoldungsordnung. (11,
01) |
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