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Beratungsinhalt: StOV-Gelände/Nachnutzung
am Beispiel der Stadt Stendal Ratsherr
Kroll bringt in
Erinnerung, dass die Stadt Stendal mit einer dem hiesigen StOV-Gelände
gleichenden Bausubstanz anders verfährt. Dort sei man bemüht, den Bestand zu
erhalten und einer Nachnutzung zuzuführen. Oberbürgermeister
Mädge entgegnet,
dass das Modell, das von der Stadt Stendal verfolgt wird, allgemein bekannt
sei. Er verdeutlicht in diesem Zusammenhang, dass es in der heutigen Zeit nicht
mehr ausreichend sei, nur vermeintlich gute Ideen zu entwickeln. In der
heutigen Zeit ist es notwendig, dass solche Ideen auch von Investoren begleitet
werden, die bereit sind, diese Vorhaben umzusetzen und zu realisieren. Bis
heute ist bei ihm und in der Verwaltung noch niemand vorstellig geworden, der
mit Ideen und Kapital ein Nachnutzungskonzept vorstellen wollte. Die
Architektengruppe Stöhr hat uns im Jahre 2006 eine Planung vorgestellt, die in
3 Planungsbereichen konträr zu dem steht, was die Politik beschlossen hat und
was machbar ist. Ein Kriterium war hierbei eine Wohnbebauung, die aufgrund des
Bahnlärms nicht möglich ist. Überplant wurden auch die an der Verbindungsspange
gelegenen Kleingärten, die jedoch Bestandsschutz genießen. Auch sah das Konzept
die Entstehung einer Kneipenmeile vor, die an dieser Stelle nicht erwünscht
ist. Vor diesem Hintergrund wurde der Interessent aufgefordert, einen Planer an
weiteren Gesprächen unter Beachtung des Vorgenannten teilnehmen zu lassen.
Dieser Einladung wurde nicht gefolgt. Anfang 2007 kam die Lebenshilfe auf die
Stadt zu. Die Lebenshilfe beabsichtigt, auf dem StOV-Gelände zu bauen und sich
anzusiedeln. Dieses Ansinnen wurde in den politischen Gremien vorgetragen.
Daraufhin hat der Rat einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan
gefasst. Auf dieser Grundlage hat die Lebenshilfe bisher ca. 100.000 € an
Planungskosten investiert. Parallel wurde abgeklärt, ob sich die Lebenshilfe
auch die Nachnutzung eines vorhandenen Speichers vorstellen könne. Dies wurde
verneint, weil eine Nutzung über mehrere Stockwerke für Menschen mit
Behinderungen nicht praktikabel sei. Erforderlich sind vielmehr ebenerdige
Flächen. Gespräche
im Sozialministerium haben letztendlich dazu beigetragen, dass wir aus dem
Sanierungstopf „Stadtumbau West“ 3 Mio. € quasi indirekte
Förderung für die Umsiedlung der Lebenshilfe erhalten. Die
Umsiedlung der Lebenshilfe ist auch im Zusammenhang mit den anstehenden
Erweiterungen der DE VAU GE zu sehen. Insofern ist die jetzt aufkeimende
Diskussion über vermeintliche Planungsalternativen aus seiner Sicht
unverantwortlich. Bunten Plänen aufzusitzen und als Standort für die
Lebenshilfe zum jetzigen Zeitpunkt des LUCIA-Geländes in die Diskussion
einbringen zu wollen, ist nicht nachvollziehbar. Nicht nur die Lebenshilfe
benötigt für ihre Planung Verlässlichkeit und Vertrauensschutz. Wir werden mit
der eingeleiteten Planung der Entwicklung der Flächen weitermachen. Entschieden
wurde, die 4 Speichergebäude abzureißen. Dafür werden vom Land die Mittel
bereitgestellt. Wenn
man das politisch nicht mehr will, dann soll das gesagt, aber auch politisch
beschlossen werden. Deutlich
gesagt werden muss noch einmal, dass auch einer die Umsetzung von nur auf
Papier gesammelten Ideen bezahlen muss. Und das kann nicht die Stadt Lüneburg
sein. Ratsherr
Kroll stellt klar,
dass es ihm nur darum geht, dass die Speicher nicht grundsätzlich nur zum
Abriss dort stehen, sondern dass man sich auch eine andere Nachnutzung
vorstellen kann. Oberbürgermeister
Mädge stellt
nochmals dar, dass die Speichergebäude energetisch gesehen wirtschaftlich nicht
zu betreiben sind. Auch ohne Planungsinhalte war in den letzten 2 Jahren keiner
in der Lage, eine wirtschaftlich sinnvolle Nachnutzung vorzustellen. 2
Jahre nach Vorstellung nicht ausgereifter Pläne zum jetzigen Zeitpunkt Pläne
wieder aufleben lassen zu wollen, kann auch nicht als seriös im Umgang
miteinander angesehen werden. Die LUCIA-Fläche zum gegenwärtigen Zeitpunkt als
Lebenshilfestandort in die Diskussion einzubringen, ist für ihn auch
realitätsfern. Die Stadt wird keine Industriebrache übernehmen. Auszugehen sein
wird beim Verkauf von einem angestrebten Verkaufserlös von ca. 5 Mio. €. Beigeordneter
Dörbaum
verdeutlicht noch einmal den Sachstand, dass bisher 3 x im Ausschuss darüber
gesprochen wurde. Dies war u.a. im Zusammenhang mit der Beantragung der
EFRE-Mittel. Am 30.08.2007 wurde der Aufstellungsbeschluss für einen
Bebauungsplan gefasst und am 19.02.2008 wurde über die Festlegung des
Geltungsbereiches für das Gebiet für den „Stadtumbau West“ beraten
und dieses formell festgelegt. Die Diskussion ist insofern nicht neu. Als
feststand, dass eine Förderung nicht über EFRE-Mittel, sondern nur über
„Stadtumbau West“ möglich sei, wurde die Planung auf dieser
Grundlage fortgeführt. Beigeordnete
Schellmann war
bisher davon überzeugt, dass die Lebenshilfe auf dem Gelände der StOV
anzusiedeln sei. In Erinnerung bringt sie, dass sie schon zu Beginn der
Beratungen die Frage aufgeworfen habe, ob es aus Schallschutzgründen nicht
sinnvoll und möglich wäre, die Speichergebäude zu erhalten. Seitens der
Verwaltung erging hierzu die Aussage, dass die Gebäude marode und energetisch
unzureichend seien, als dass sie erhalten werden könnten. Ihr war nicht
bewusst, dass zu einem sehr frühen Zeitpunkt eine Architektengemeinschaft die
Planung mit einer Nachnutzungsmöglichkeit vorgestellt habe, die sich nach deren
Angaben auch wirtschaftlich betreiben ließe. Ergänzend wurde von der
Architektengruppe auch erwähnt, dass möglicherweise bereits eine
Investorengruppe Interesse signalisiert habe, um dort hineinzugehen. Alles
dies war ihr bisher nicht bekannt gewesen. Sie möchte als Ratsmitglied vor
einer Entscheidung die Möglichkeiten abwägen können. Nur dann ist es ihr
möglich, das Für und Wider gegeneinander abzuwägen. So war ihr eine Abwägung
nicht möglich. Oberbürgermeister
Mädge entgegnet
hierzu, dass man nicht mit allen Vorstellungen, die Investoren und Architekten
präsentieren, ungefiltert in die Ausschüsse gehen kann. So ist es auch in
diesem Fall. Wie bereits ausgeführt, wurde mit der Architektengruppe vor 2
Jahren gesprochen. Aufforderungen, die Planungen entsprechend den genannten
Vorgaben anzupassen und mit überarbeiteten Plänen und seriösen Investoren an
der Hand wieder vorzusprechen, ist man bis heute nicht nachgekommen. Vielerlei
Behauptungen werden gerüchteweise in den Raum gestellt. Die
Verwaltung kann der Politik nur seriöse Pläne, die auch Hand und Fuß haben, für
eine Beratung und Entscheidungsfindung vorlegen. Beigeordnete
Schellmann macht
noch einmal deutlich, dass sie zwar nach wie vor zur getroffenen Entscheidung
steht, gleichwohl es aber für den besseren Weg gehalten hätte, wenn seitens der
Verwaltung auch die von der Architektengruppe vorgestellte Planung den
Ausschussmitgliedern als Entscheidungsgrundlage ebenfalls vorgestellt worden
wäre. Oberbürgermeister
Mädge macht
nochmals deutlich, dass die von der Architektengruppe vorgestellten Ideen
aufgrund der genannten Vorgaben unzureichend waren und trotz Aufforderung
innerhalb von 2 Jahren nicht überarbeitet wurden. Auch von angeblich
bereitstehenden seriösen Investoren im Hintergrund ist ihm offiziell nichts
bekannt. Beigeordneter
Dörbaum fordert
Beigeordnete Schellmann auf, klar zu sagen und Ross und Reiter zu benennen,
wenn bei ihr der Eindruck entstanden ist, dass in dieser Sache nicht über alle
Dinge offen gesprochen wurde. Während
der Beratungen im Ausschuss wurde sehr wohl darauf hingewiesen, dass es neben
der Ansiedlung der Lebenshilfe noch eine andere Planung gäbe. Darauf
hingewiesen wurde in diesem Zusammenhang aber auch, dass die alternative
Planung nicht mit den bestehenden Vorgaben und der Ansiedlung der Lebenshilfe
in Einklang gebracht werden kann. Stadtbaurätin
Gundermann hat in
Erinnerung, dass die Architektengruppe Patt & Stöhr damals noch mit dem
Architekten Henschke im Zeitraum kurz vor Weihnachten 2006 bei ihr war, um eine
Planung vorzustellen. In der zeitlichen Abfolge fand dieses Gespräch ca. 1 Woche
nach dem mit Vertretern der Lebenshilfe geführten Gespräch statt. Nach dem
Vorgespräch fand ein ca. 1 1/2 stündiges weiteres Gespräch mit Herrn
Oberbürgermeister Mädge statt. Im Ergebnis wurde vereinbart, dass ein weiterer
Gesprächstermin zusammen mit Vertretern der Lebenshilfe durchgeführt werden
soll, um abzuklären, ob die vorgestellte Planung mit der Planung der
Lebenshilfe in Einklang zu bringen ist. Dieses Gespräch hat gleich Anfang
Januar 2007 stattgefunden. Jedoch mit einem negativen Ergebnis, weil beide
Nutzungen nicht nebeneinander passen würden. Die Lebenshilfe ist aufgrund der
betreuten Behinderten darauf angewiesen, ebenerdig zu bauen. Dadurch entsteht
ein höherer Flächenverbrauch, so dass nur ein Speichergebäude stehen bleiben
könne. Mit nur noch einem verbleibenden Speichergebäude sind lt. Aussage der
Architektengruppe dessen Pläne nicht mehr attraktiv. Attraktivität wäre nur
dann gegeben, wenn alle Speichergebäude für eine Nachnutzung zur Verfügung
stehen würden. Beigeordnete
Schellmann betont,
dass sie nach wie vor zur getroffenen Entscheidung steht, die für sie nicht in
Frage steht. Gleichwohl merkt sie nochmals an, dass ihr das von Stadtbaurätin
Gundermann Ausgeführte nicht bekannt gewesen sei. Sie legt Wert darauf, dass
über solche Dinge offen gesprochen wird. Stadtbaurätin
Gundermann ergänzt,
dass es auch Gespräche mit dem Kleingärtner-Bezirksverband, der BauBeCon und
der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (BIMA) in dieser Angelegenheit
gegeben habe. Das BIMA hat deutlich gemacht, dass das Stehenbleiben der
Speichergebäude durchaus Charme haben könne, es aber trotzdem die Frage sei,
was die Stadt an dieser Stelle haben und umsetzen will. Zum Zeitpunkt der
Entscheidungsfindung wurde seinerzeit gerade der EFRE-Antrag vorbereitet. In
diesem Zusammenhang wurde auch dargelegt, warum die Lebenshilfe hierin
umgesiedelt werden sollte. In Erinnerung wird gebracht, dass es dabei auch um
die Frage der Standortsicherung der DE-VAU-GE und des Erhaltes derer
Arbeitsplätze ging. Auf
der Gegenseite stand zwar eine Idee, die einen gewissen Charme hatte, aber
immer noch ohne Investor darstand. In den Folgemonaten haben zwischen dem
Architektenbüro und ihr mehrere Telefonate stattgefunden. Inhaltlich wurde
immer wieder nach einem erforderlichen Investor gefragt. Benannt werden konnte
jedoch niemand. Insofern war es auch nicht angezeigt, offenkundig
unrealistische Pläne im Detail im Ausschuss vorzustellen. Entsprechende
Anfragen nach Alternativen wurden jedoch stets in der Weise beantwortet, dass es
zwar alternative Pläne gäbe, zu dem jedoch der Investor fehlen würde. In
Erinnerung gebracht wird jedoch, dass detailgetreue Pläne in der Lünepost
veröffentlicht wurden. Ebenso erfolgte eine Berichterstattung in der LZ und in
den Harburger Nachrichten. Der Hinweis im Ausschuss, dass es alternative Pläne
gäbe, hat seitens der Ausschussmitglieder nicht dazu geführt, dass deren
Vorstellung im Ausschuss hinterfragt wurde. Wie bereits ausgeführt, gab und
gibt es nach wie vor keinen Investor und insofern auch keine Veranlassung,
solcherlei Pläne vorzustellen. Verdeutlicht
wird in diesem Zusammenhang, das es im Jahr ca. 600 Bauvoranfragen und
–Anträge gibt und eine zusätzliche Anzahl weiterer Nachfragen. Im
Ausschuss kann immer nur eine solche Auswahl vorgestellt werden, die Aussicht
auf eine Umsetzung hat. Helfen
kann man der Lebenshilfe nur an diesem Standort, für den erfolgreich
Städtebaufördermittel eingeworben werden konnten. An einem anderen Standort
besteht diese Fördermöglichkeit für die Lebenshilfe nicht. Oberbürgermeister
Mädge ergänzt, dass
auch zukünftig im Ausschuss keine unausgereiften Pläne vorgestellt werden.
Pläne werden dann vorgelegt, wenn sie für beratungsreif erachtet werden, d.h.,
dass sie mit den beschlossenen Planungszielen übereinstimmen und ein Investor
dahinter steht, der bereit ist, diese umzusetzen. Beigeordneter
Dörbaum pflichtet
den Aussagen von Herrn Oberbürgermeister Mädge bei. Auch zukünftig sollen nur beratungsreife
Vorhaben im Ausschuss vorgestellt werden. Alles andere würde bei der Vielzahl
der eingehenden Anträge den Ausschuss auch zeitlich überfordern. Ratsherr
Meihsies bringt in
Erinnerung, dass ein Argument, die Lebenshilfe zum StOV-Gelände zu verlagern
das war, die Einrichtung näher an die Innenstadt heranzubringen. Aufgrund der
Entwicklung bei der Fa. LUCIA ist daraus die Idee geboren, darüber
nachzudenken, ob das ebenfalls stadtnah gelegene LUCIA-Gelände sich als
alternativer neuer Standort für die Lebenshilfe anbieten würde. Vor dem
Hintergrund leer stehender Fabrikhallen wurden solche Überlegungen angestellt.
Nicht bekannt ist der Flächenbedarf der Lebenshilfe, der auf ca. 20.000 m²
geschätzt wird. Legitim ist es, für das StOV-Gelände Fördermittel mitzunehmen.
Der finanzielle Hintergrund der Lebenshilfe ist nicht bekannt. Eine
Einschätzung, wie liquide die Lebenshilfe ist und was sie finanziell gesehen
umsetzen könne, ist ebenfalls nicht bekannt. Durch
das Freiwerden des LUCIA-Geländes ist jedoch für ihn eine andere Situation
eingetreten. Es stellt sich für seine Fraktion die Frage, ob eine Nachnutzung
der bestehenden Hallen durch die Lebenshilfe nicht denkbar wären. Hier erwartet
er, dass sich die Lebenshilfe damit auseinandersetzt, die Hallen einmal in
Augenschein zu nehmen und seiner Fraktion einmal eine Detailplanung vorlegt.
Daraus resultierend könnten Kosten ermittelt und Finanzierungsmöglichkeiten
ausgelotet werden. Er
macht deutlich, dass niemand etwas gegen den Betrieb der Lebenshilfe hat oder
Vorurteile hegt. Der Zungenschlag, dass seine Fraktion etwas gegen Behinderte
habe, weist er von sich und verwahrt sich gegen eine solche Unterstellung, wie
man sie in letzter Zeit des Öfteren hörte. Querdenken ist kein Nachweis dafür,
dass man gegen behinderte Menschen sei. Auch
ihm waren die Pläne der Architektengruppe nicht bekannt. Er hätte es auch
begrüßt, wenn sie zumindest einmal vorgestellt worden wären. Beiogeordneter
Dörbaum unterbricht
die Ausschusssitzung und räumt Herrn Junge – Geschäftsführer Lebenshilfe
– die Möglichkeit ein, zur Thematik aus der Sicht der Lebenshilfe
vorzutragen. Die
Sitzung wird unterbrochen. Herr
Junge – Geschäftsführer Lebenshilfe – verleiht seiner Verärgerung darüber
Nachdruck, wie hier mit der Lebenshilfe umgegangen wird. Die erschienenen
Presseartikel haben für viel Unruhe innerhalb des Betriebes gesorgt. Bei alle
dem, was man tut, sollte man sich im Vorfeld vergegenwärtigen, das Behinderte
nicht rational, sondern emotional denkende Menschen sind. Die
Lebenshilfe hat sich u.a. auch deshalb mit dem Gedanken einer stadtnahen
Umsiedlung getragen, um zur Arbeitsplatzsicherung der DE-VAU-GE beitragen zu
können. Sein
besonderer Dank gilt Oberbürgermeister Mädge und Stadtbaurätin Gundermann, die
der Lebenshilfe nicht nur bei der Standortsuche, sondern auch bei der
Ausstattung von Finanzierungsmöglichkeiten unterstützten. Er
verdeutlicht, dass eine mit der Stadt abgestimmte Planung besteht und es
gewisse Förderzusagen gibt. Für ihn ist dieser Sachstand Fakt. Nunmehr der
örtlichen Presse entnehmen zu müssen, dass für die Lebenshilfe auf dem Gelände
der Fa. LUCIA ein Alternativstandort sein könnte, für den ein Kaufpreis von 5
bis 7 Mio. € zu entrichten wäre, hält er für eine nicht geeignete
Vorgehensweise. So etwas könnte man im Vorfeld in einem Gespräch abklären. Das
Investitionsvolumen wird ca. 17 Mio. € betragen. Im
Anschluss wird die Sitzung fortgesetzt. Oberbürgermeister
Mädge weist
nochmals darauf hin, dass das LUCIA-Gelände einem Hamburger Immobilienmakler
quasi als Pfand an die Hand gegeben wurde. Es ist davon auszugehen, dass beim
Vermarktungswert der Fläche 5 Mio. € die Untergrenze des Verkaufserlöses
sein dürfte. Wissen muss man, dass die aufstehenden Hallen nicht behindertengerecht
sind. Das Gelände weist Höhenversprünge auf. Flächenerwerb und Umbaukosten
liegen nach seiner Einschätzung mindestens auf der Höhe des StOV-Geländes.
Wissen muss man auch, dass nach einem Gespräch im Sozialministerium die Aussage
steht, dass neben der „Stadtumbau-West“-Mittel keine weitere
Förderung für die Umsiedlung der Lebenshilfe möglich sein wird. Die
Fördermittel werden sich jedoch für den Abbruch der Speichergebäude verwenden
lassen. Vereinbart wurde – ebenso wie es jetzt mit der Lebenshilfe für
die Vrestorfer Heide vereinbart wurde -, dass nach Erwerb der benötigten
StOV-Flächen diese im Anschluss im Erbbaurecht an die Lebenshilfe vergeben
werden. Das sind die Grundlagen. Bauliche Grundlagen müssten dann für das
LUCIA-Gelände erst geschaffen werden. Die Lebenshilfe müsste ihre bestehende
Planung vollständig überarbeiten. Eine solche Vorgehensweise gegenüber der
Lebenshilfe wäre unfair. Die
Entscheidung des Rates und die Grundlage einer vorhergehenden Beratung im ABS
wäre die, ob es gewollt ist, die an dem StOV-Gelände gelegenen Kleingärten zu
Gunsten von Parkflächen für eine Kneipenmeile zu opfern und wissentlich
Wohnungsbau zuzulassen, was aufgrund der bestehenden Lärmbelastung sich von
vornherein ausschließt. Kurz
vor einer Beschlussfassung eine Diskussion neu aufleben zu lassen, ärgert ihn
persönlich maßlos. Es kann nicht sein, dass unter Außerachtlassung von
Vertrauensschutz Politik auf Zuruf gemacht werden soll. Der Weg, für behinderte
Menschen vernünftige Arbeitsbedingungen zu schaffen, ist ohnehin schwer genug,
weil in unserer Gesellschaft dafür zu wenig Geld zur Verfügung gestellt wird. Beigeordneter
Körner kann die
geführte Diskussion nicht mehr nachvollziehen. Die Planung ist für ihn
abgeschlossen. Er lehnt es ab, die Diskussion neu anzufachen. Unter dem
Beschlossenen muss jetzt auch einmal ein Schlussstrich gezogen werden. Er
spricht sich dafür aus, auf dem eingeschlagenen Weg weiter zu gehen. Er stellt
auch die Glaubwürdigkeit und Ernsthaftigkeit der angesprochenen alternativen
Planung in Frage. Das,
was heute hier aufgeführt wird, ist für ihn so etwas Schmutziges, dass es
gegenüber der Lebenshilfe nicht zu verantworten ist. Es tut ihm leid, dass es
soweit gekommen ist, dass man die Lebenshilfe so in Misskredit bringt. Weitere
Wortmeldungen liegen nicht vor. Der
Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung nimmt den vorgetragenen Sachverhalt
zur Kenntnis. |
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