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Beratungsinhalt: Beigeordneter
Dörbaum weist auf
die Nachsendung der Beschlussvorlage VO/2517/07 – Ausbau der Straße
„Am Kreideberg“ hin. Die Tagesordnung soll um diese
Beschlussvorlage unter TOP 15.4 ergänzt werden. Unter
TOP 16 – Vergabeangelegenheiten – wird die Verwaltung für den
Werksausschuss über zwei getroffene Eilentscheidungen für die Vergabe von
Bauaufträgen berichten. Ratsherr
Meihsies geht ein
auf TOP 16.1 – Kurparkbrücke / Abriss und Neubau. Er vertritt die
Ansicht, dass Aluminium eines der energieintensivsten Materialien darstellt. Er
erinnert daran, dass die Stadt sich in einer politischen Selbstverpflichtung
auferlegt hat, die Beschaffungsordnung dahingehend zu verändern, dass neben der
Wirtschaftlichkeit eines zu beschaffenden Produktes auch dessen
Umweltverträglichkeit Kriterium für eine Beschaffung sein soll. Anhand einer
Ökobilanz sollte ein Abgleich vorgenommen werden, zwischen den Bauweisen in
Holz, Stahl und Aluminium. Er spricht sich nicht gegen den Bau der Brücke an
sich aus. Vielmehr erachtet er es für notwendig, dass als
Entscheidungskriterium auch eine zu erstellende Ökobilanz herangezogen wird. Er
beantragt daher, den Tagesordnungspunkt bis zur Vorlage einer Ökobilanz und
deren Berücksichtigung als Vergabekriterium zurückzustellen. Ggf. kann der
Verwaltung bis zur morgigen VA-Sitzung eine entsprechende Nachbesserung
eingeräumt werden. Oberbürgermeister
Mädge entgegnet,
dass die Brücke in der Erneuerung nicht die Nachhaltigkeit und Dringlichkeit
hat. Verdeutlicht wird auch anhand des in der Beschlussvorlage dargelegten
Sachverhaltes, dass die Verwaltung umfangreich recherchiert und geprüft habe,
welches Material von der Nachhaltigkeit am wirtschaftlichsten ist. Auch aus
Fachliteratur ist nachweisbar, dass sowohl Holz- als auch Stahlkonstruktionen
in der Regel 20 – 25 Jahre halten. Er gibt zu bedenken, dass man eine
Nachhaltigkeit auch auf die jeweilige zu erwartende Lebensdauer abstellen muss.
Unter diesem Aspekt ist einer Aluminiumkonstruktion der Vorrang einzuräumen. Aluminiumkonstruktionen
haben sich an verschiedenen Standorten bereits bewährt. Eine Entscheidung
vorrangig von einer Ökobilanz abhängig zu machen, kann jedoch auch nur die
halbe Wahrheit sein, weil für die anderen Baustoffe auch Ressourcen in Anspruch
genommen werden müssten. Auch für andere
Baustoffe müssten die erforderlichen Rohstoffe tlw. von weit her herangeschafft
werden. Kein
Problem bereitet es, nochmals im politischen Raum eine Rohstoffdiskussion zu
führen. Die als Vergabekriterium zugrunde gelegte wirtschaftliche
Nachhaltigkeit wurde aufgrund auch von Anregungen aus dem Ausschuss heraus
angewendet. Die
Entscheidung für die Aluminiumkonstruktion erfolgte sowohl aus ökologischen und
wirtschaftlichen Gründen als auch als Ergebnis von Recherchen aus Fachliteratur
sowie eingeholter Erfahrungen anderer Städte und Gemeinden. Seitens
der Verwaltung wird vorgeschlagen, die Vergabe auf die nächste Sitzung zu
vertagen. Die Verwaltung wird sich bemühen, bis dahin ergänzende
Entscheidungskriterien zu erarbeiten und die Zuschlagsfrist für die
Auftragsvergabe zu verlängern. Beschluss: Der
Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung nimmt die Tagesordnung mit den
vorgetragenen Anmerkungen einvernehmlich zur Kenntnis. |
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