Bürgerinformationssystem
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Beratungsinhalt: Der Vorsitzende, Ratsherr Manzke, erklärt, dass er zu diesem
Tagesordnungspunkt die Leitung der Sitzung an Ratsherr Srugis übergibt und sich
eines Wortbeitrages enthalten wird. Ratsherr Srugis bittet Herrn Koplin, Betriebsleiter des
Eigenbetriebes Gebäudewirtschaft, zum TOP vorzutragen. Herr Koplin führt aus, dass die Parkgebühren seit Jahren mit
Ausnahme einer geringfügigen Veränderung im Parkhaus am Bahnhof stabil sind.
Das Parkhaus Lünepark ist erst seit 2002 in Betrieb. Zunächst wurde das
Parkhaus durch die Stadt betrieben, später durch die Lüneburger Parkhaus und
Parkraum Verwaltungs-GmbH. Die Bewirtschaftungskosten werden in diesem Jahr,
wie der Vorlage zu entnehmen ist, um ca. 67.000 EUR steigen. Das Defizit der
städtischen Parkhäuser beträgt im vergangenen Jahr ca. 358.000 EUR. 50 % der
Nutzer kommen nicht aus dem Stadtgebiet, d. h. in diesem Bereich sind direkt
Subventionen zu verzeichnen. Die Erlöse der Parkhäuser stagnieren auf einem Niveau von
ca. 825.000 EUR p. a.. Laut Statistik liegen die Parkgebühren je Stunde in
Deutschland durchschnittlich bei 1,40 EUR. Darin enthalten sind auch Städte wie
Hamburg, Berlin, München und Düsseldorf, in denen Parken erfahrungsgemäß teurer
ist als in kleineren Städten. Dennoch ist eine Differenz festzustellen, die
nicht unerheblich ist. Der Vergleich mit den Städten Braunschweig, Celle,
Osnabrück, Hameln oder Schwerin weist durchschnittliche Parkgebühren von 1 EUR
je Stunde aus. In Lüneburg liegen die Parkgebühren in den städtischen
Parkhäusern bei 0,50 EUR. Innerhalb Lüneburgs sind die örtlichen Lagen der Parkhäuser
zu berücksichtigen. Das Parkhaus am Rathaus liegt direkt in der Innenstadt, was
in dem Preisvorschlag berücksichtigt wird. Das Parkhaus am Bahnhof ist aus
verkehrspolitischen Gründen gesondert zu betrachten. Das Parkhaus im Lünepark
hat eine Peripherie-Lage. Die Verwaltung schlägt daher vor, in einem ersten
Schritt die Parkgebühren von derzeit 0,50 EUR auf 0,70 EUR für die beiden letzt
genannten Parkhäuser und für das Parkhaus am Rathaus von derzeit 0,50 EUR auf
0,90 EUR ab dem 01.04.2007 anzuheben. Dies würde zu Mehreinnahmen in Höhe von
ca. 306.000 EUR führen. In einem weiteren Schritt sollen die Gebühren ab dem
01.01.2009 von dann 0,70 EUR auf 0,90 EUR bzw. von dann 0,90 EUR auf 1,10 EUR
angehoben werden. Mit diesem Schritt lassen sich Mehreinnahmen von ca. 266.000
EUR erzielen. Bei einem aktuellen Defizit in Höhe von ca. 358.000 EUR
würde im ersten Schritt das Defizit reduziert werden. Im zweiten Schritt würde
ein Ertrag erzielt werden. Allerdings ist davon auszugehen, dass die
Betriebskosten steigen werden. Die Satzung würde sich, wie in der Vorlage beigefügt
dargestellt, entsprechend verändern. Beigeordneter Blanck erklärt, dass er sich zu diesem
Tagesordnungspunkt enthalten werde, da die Vorlage kurzfristig gereicht wurde
und er Informations- und Beratungsbedarf sieht. Die Vorlage zeigt, dass die
Erhöhung deutlich ausfallen soll. Im Parkhaus Am Rathaus ist mehr als eine
Verdopplung der Gebühren vorgesehen. Nicht berücksichtigt ist der Parkraum am
Straßenrand. Durch die geplante Erhöhung wird sich möglicherweise das
Parkplatzsuchverhalten verändern. Beigeordneter Blanck schlägt eine
ausführliche Beratung vor. Dem entgegnet Herr Oberbürgermeister Mädge, dass dies in den
Bereich der Ordnungspolitik hineinreicht und somit eine verkehrsrechtliche
Erwägung sei. Hier geht es um wirtschaftliche Fragestellungen für die
Stadt. Ein Defizit in Höhe von 358.000 EUR ist inakzeptabel. Es sind u. a.
Investitionen notwendig, um eine schwarze Null zu erzielen. Die vorgeschlagene
Erhöhung der Gebühren zeigt ein maßvolles Herangehen. Die Gebühren liegen damit
immer noch unter 1 EUR. Er verweist auf die laufende Aktion „Lünebon“ der „Lüneparken“,
welche den Handel einbindet. Eine Subventionierung sollte nicht vorgenommen werden.
Die vorgeschlagene Höhe der Parkgebühren ist unabdingbar, der Zeitpunkt der
Erhöhung könne aber noch diskutiert werden. Ratsherr Luths begrüßt den Vorsitzenden des Vorstandes des
Lüneburger City Management (LCM) Herrn Meyer und beantragt, die Sitzung für
eine Stellungnahme zum Thema zu unterbrechen. Ratsherr Reinecke ist grundsätzlich für eine Stellungnahme
des LCM, weist aber darauf hin, dass dies als Vorlage bzw. als
Tagesordnungspunkt in den Ausschuss für Wirtschaft und städtische Beteiligungen
einzubringen ist. Herr Oberbürgermeister Mädge unterstreicht, dass der
Zeitpunkt für einen Vorschlag zur Gebührenerhöhung richtig gewählt und die
Information der Verwaltung rechtzeitig erfolgt ist und dem Gedanken einer mittelfristigen
Planung gerecht wird. Er verweist darauf, dass eine Entscheidung nicht jetzt
getroffen werden muss, aber die Kosten weiter steigen und ein Investitionsstau
zu verzeichnen ist. Herr Beckmann, Geschäftsführer der Lüneburger Parkhaus und
Parkraum Verwaltungs-GmbH, berichtet von der gegenwärtigen Situation in den
Parkhäusern, nach der Rationalisierungen derzeit erschöpft sind. Weitere
Kostenreduzierungen lassen sich erzielen, wenn vorher Investitionen getätigt
werden. Die Reinigungsintervalle in den Parkhäusern sind zu verkürzen, da
Nutzer den Zustand in den Parkhäusern moniert haben. Der damit verbundene
Aufwand lässt sich nicht genau kalkulieren. Private Parkhausbetreiber haben
ihre Preise Ende letzten Jahren erhöht, die Frequenz war trotzdem hoch. In den
städtischen Parkhäusern sind Investitionen zu tätigen, um das Erscheinungsbild
aufzuwerten. Ratsherr Srugis weist darauf hin, dass der Ausschuss für
Wirtschaft und städtische Beteiligungen eine beratende Funktion hat und die
Entscheidung über die Parkgebühren erst im Rat getroffen wird. Beigeordneter Blanck bringt als Vorschlag ein, das
Straßenrandparken ebenfalls zu erhöhen. Die Parkgebühren sollen insgesamt nur
moderat erhöht werden und er verweist auf die Ausführungen von Herrn Beckmann,
wonach der Einzelhandel nicht negativ betroffen ist. Ratsherr Srugis schlägt im Namen der Gruppe CDU/SPD vor, die
Gebühren wie folgt abweichend von der Vorlage der Verwaltung zu erhöhen: Die Parkgebühren im Parkhaus am Rathaus sollen nicht, wie
vorgeschlagen, auf 0,90 EUR, sondern nur auf 0,80 EUR je angefangene
Stunde erhöht werden und dann in einem zweiten Schritt auf 1,10 EUR. Die
Parkgebühren am Straßenrand sollen ebenfalls leicht angehoben werden. In der
Zone 1 von 1,00 EUR auf 1,10 EUR und ab 2009 auf 1,20 EUR. In der Zone 2 von
0,50 EUR auf 0,60 EUR und ab 2009 auf 0,70 EUR und in der Zone 3 von 0,20 EUR
auf 0,30 EUR und dann ab 2009 auf 0,40 EUR je angefangene Stunde. Die
Sülzwiesen sollen nach wie vor gebührenfrei bleiben. Der Bereich „Am Weißen Turm“
wird in die Zone „B“ eingeordnet. Die Gebühren für das Parkhaus im Lünepark
sollen für Kinobesucher künftig 1 EUR betragen (unabhängig von der
tatsächlichen Parkzeit). Auf Grund des Umbaus der Reichenbachbrücke wird
vorgeschlagen, die Erhöhung erst zum 01.10.2007 vorzunehmen, auch wenn dadurch
die Konsolidierung zeitlich verschoben wird. Ratsherr Reinecke kritisiert den Zeitpunkt der Vorlage, da
die Gruppe der CDU/SPD die Parkgebühren vorab beraten konnte. Die Maßnahme an
sich ist vertretbar. Herr Oberbürgermeister Mädge merkt an, dass die Verwaltung
derzeit ein hohes Arbeitspensum leistet und daher die Vorlage zum jetzigen
Zeitpunkt erstellt und vorgelegt wurde. In der Sitzung des
Verwaltungsausschusses am 20.03. soll eine endgültige Positionierung erzielt
werden. Die privaten Betreiber haben bereits im vergangenen Jahr die
Gebühren angehoben. Investitionen für die Sicherheit und Helligkeit der
städtischen Parkhäuser sind angezeigt, da eine Wettbewerbsfähigkeit
herzustellen ist. Die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaft und städtische
Beteiligungen empfehlen folgenden Beschluss zu fassen: Beschluss: Der
Ausschuss für Wirtschaft und städtische Beteiligungen empfiehlt einstimmig: Die Ausführungen werden zur Kenntnis genommen. Der
Notwendigkeit von Parkgebührerhöhungen wird zugestimmt. Bis zur Sitzung des
Verwaltungsausschusses wird in den Fraktionen diskutiert und Einvernehmen über
die Höhe der Gebühren hergestellt. Ziel ist es, die Kosten der
Parkraumbewirtschaftung auszugleichen. Im Rat wird eine endgültige Entscheidung
getroffen. |
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