Bürgerinformationssystem
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Beratungsinhalt: Erster
Stadtrat Koch führt
einleitend aus, dass die aufgestellten Schulbauprogramme, die zurückreichen bis
in das Jahr 2001 zwischenzeitlich bis zum Jahre 2009 fortgeschrieben wurden. Bei
den durchzuführenden Maßnahmen wurde in der Priorität darauf geachtet, dass
substanzerhaltende Maßnahmen, die sicherheitsrelevant sind, vorrangig
durchzuführen sind. Hohe Priorität haben auch die Maßnahmen zur Beseitigung von
Schadstoffen. Desweiteren werden Maßnahmen umgesetzt, die der Verbesserung der
räumlichen Situation und der Energieeinsparung dienen. Aus pädagogischer Sicht
wünschenswerte Maßnahmen müssen in diesem Zusammenhang leider zunächst hinten
angestellt werden. Die
beiden bisherigen 4-Jahresprogramme sind im Ausschuss für Bauen und
Stadtentwicklung und im Schulgrundsatzausschuss bisher immer im großen
Einvernehmen beraten worden. Die beiden Programme wurden selbstverständlich
auch mit den Schulleitungen und Elternvertretungen im Vorfeld einvernehmlich
abgestimmt. Die Maßnahmen genießen auch im politischen Raum einen hohen Stellenwert.
Da die Maßnahmen größtenteils unter Schulbetrieb durchgeführt werden müssen,
findet eine enge Abstimmung bei der Umsetzung der Maßnahmen mit den jeweiligen
Schulleitungen statt. In einigen Schulen wurden zur besseren Koordinierung der
Maßnahmen extra Bauausschüsse eingerichtet, um die Einschränkungen und
Belastungen bei der Durchführung der Maßnahmen für den laufenden Schulbetrieb
möglichst gering zu halten. Wo
immer es möglich war und ist wird versucht, Fördermittel einzuwerben und
mitzunehmen. Herr
Koplin – Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft – zeigt anhand eines Übersichtsplanes die Schulen auf,
in denen im Rahmen des Schulbauprogramms, des Umbaues zur Ganztagsschule, der
Beseitigung bestehender Schadstoffproblematik und anstehender
Schulerweiterungen bauliche Maßnahmen durchgeführt werden. Erkennbar wird
hierbei, dass in praktisch allen Schulen bauliche Maßnahmen anstehen. Eingegangen
wird auf die Schulbauprogramme 2001 – 2009, das Ganztagsschulprogramm 2004 –
2009, die Schadstoffproblematik 2002 – 2009 sowie auf die anstehenden
Schulerweiterungen 2002 – 2008 (sh. Anlage I). Vorgestellt
werden anhand einer Power-Point-Präsentation einzelne Baumaßnahmen, die im
Detail erläutert werden. Dazu
gehören: ·
der
Umbau der GS/HS Kreideberg zur Ganztagsschule in den Jahren 2007/2008 mit
Neubau einer 3-Feld-Turnhalle mit Mensa sowie der Erweiterung und die Sanierung
des bestehenden Schulgebäudes (Brandschutz) ·
der
Umbau der Anne-Frank-Schule zur Ganztagsschule sowie die PCB-Sanierung (sh.
Anlage II). Bürgermeister
Dr. Scharff
interessiert, inwieweit diese Maßnahmen auch umsetzbar sein werden, wenn die
entsprechenden Fördermittel vom Land nicht bereitgestellt werden. Ratsherr
Althusmann erklärt, dass davon ausgegangen werden
kann, dass die entsprechenden Fördermittel im Gesamtprogramm des Landes
enthalten sein werden. Herr
Koplin – Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft – erläutert die einzelnen Maßnahmen:
Ratsherr Althusmann interessiert, wo sich in der Herderschule nach Wegfall der Aufenthaltshalle die Schüler/Innen bei Schlechtwetter in den Pausen aufhalten sollen. Herr
Ewert – Schülervertretung – weist ebenfalls darauf hin, dass die Situation bei Schlechtwetter in
den Pausenzeiten unzureichend seien. Die jetzige Pausenhalle ist bei nahezu
1000 Schülern nicht ausreichend. Herr
Koplin – Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft – zeigt auf, in welchen Bereichen Umbaumaßnahmen
durchgeführt werden. Die Frage, wo Schüler/Innen sich bei Schlechtwetter in
Pausen aufhalten können, muss schulorganisatorisch von der Schulleitung beantwortet
und gelöst werden. Erster
Stadtrat Koch ergänzt,
dass die Erweiterung des Lehrerzimmerbereiches bereits seit Jahren ein Thema
sei. Dies liegt einerseits an einer steigenden Schülerzahl, andererseits aber
auch daran, dass zunehmend Lehrer/Innen in Teilzeit arbeiten und dadurch mehr
Lehrer/Innen an der Schule beschäftigt werden. Im Lehrerzimmer der Herderschule
ging es bisher außerordentlich eng zu, eine Erweiterung war unumgänglich. Als
Lösung wurden mehrere Varianten durchdiskutiert, einschließlich die, in das
Obergeschoss umzuziehen. In der Abwägung ist dann nach langem
Diskussionsprozess entschieden worden, den angesprochenen bisherigen
Pausenbereich aufzugeben. Die Lösung ist gemeinsam mit der Schule erarbeitet
worden. Überdachte Aufenthaltsbereiche sind auch nicht zwingend vorzuhalten,
sondern verstehen sich nur als ein freiwilliges zusätzliches Angebot. Herr
Ewert – Schülervertretung – verdeutlicht, dass die Herderschule von der Schülerzahl aus allen
Nähten platzt. Durch den zwischenzeitlich fertiggestellten Anbau ist bereits
schon Aufenthaltsfläche weggefallen. Auf dem Sportplatz darf man sich nicht
aufhalten, ebenso nicht in der Nähe des Teiches. Der vordere Bereich bietet
keine Sitzmöglichkeiten und war bisher durch das dort stehende Gerüst nur
eingeschränkt nutzbar. Erster
Stadtrat Koch stellt
noch einmal klar, dass in die Entscheidung die Gremien der Schule mit
eingebunden waren, das heißt, Lehrer- und Elternschaft tragen über die
Gesamtkonferenz diese Entscheidung. Zur
Entwicklung wird vorgetragen, dass vorgesehen sei, alle Lüneburger Gymnasien
5-zügig zu führen. Oberbürgermeister
Mädge verdeutlicht
noch einmal, dass bauliche Maßnahmen im Vorfeld immer mit der Gesamtkonferenz
und dem Bauausschuss der jeweiligen Schule abgeklärt werden. Mit Beseitigung
der Schadstoffproblematik ist in der Regel leider auch Gerüstbau und die
Inanspruchnahme von Außenbereichen verbunden. Wille des Rates und gegenüber den
Schulleitungen auch erklärt ist es, dass, wenn man 2010 die Schulen von der
Bausubstanz her durchsaniert hat, dass man sich dann den Außenflächen widmet.
Vom Grundsatz her muss es so sein, dass Innenflächen vor Außenflächen saniert
werden. Die Stadt ist bemüht, die Sanierungen in einem absehbaren Zeitraum
zügig durchzuführen, damit die Beeinträchtigungen möglichst gering gehalten
werden. Durch die Schulstrukturreform hat sich der Druck noch erhöht. Wenn man
jedoch die Ergebnisse sieht, kann man sehen, dass sich der Aufwand gelohnt hat. Ratsherr
Kroll möchte trotz
der nachvollziehbaren Ausführungen wissen, wo sich die Schüler/Innen bei
Schlechtwetter in den Pausen aufhalten sollen. Oberbürgermeister
Mädge weist darauf
hin, dass man sich in einer Gemengelage befinde, bei der man je nach örtlichen
Gegebenheiten sehen muss, was machbar ist. Ziel muss es sein, dass man den Raum
so organisiert, dass er den Ansprüchen weitestgehend gerecht wird. Wenig
hilfreich ist in diesem Zusammenhang die Diskussion, ob ein Gymnasium 5-zügig
oder aber nur 3-zügig sein muss, neu aufleben zu lassen. Bürgermeister
Dr. Scharff spricht
die Verlagerung von 10 Klassen des Johanneums in das Schulzentrum Kaltenmoor an
und möchte wissen, ob die Schulleitungen in diesen Entscheidungsprozess
eingebunden werden. Erster
Stadtrat Koch
erklärt, dass die Sanierung der vorhandenen Räumlichkeiten nur 1/3 der Kosten
verursacht, die ein Anbau am Johanneum kosten würde. Die Gespräche mit allen 3
betroffenen Schulleitungen stehen kurz vor dem Abschluss. Er geht davon aus,
dass man sich entsprechend organisieren wird. Die Räume sind aufgrund der
jetzigen Klassenfrequenz von 34 Schüler/Innen nach Auffassung der Schulleitung
des Johanneums nicht groß genug. Seitens der Verwaltung wird jedoch die Ansicht
vertreten, dass bei der Größe der Klassenzimmer von rd. 60 m² die
Räumlichkeiten auch bei einer Klassenfrequenz von 34 Schüler/Innen ausreichend
sei. Heutige Klassenräume weisen nur noch eine Größe von 56 m² auf. So
wünschenswert größere Klassen auch sind, so muss doch festgestellt werden, dass
ein Anbau, nur um Klassenräume um wenige Quadratmeter zu vergrößern, aufgrund
der vorhandenen Baustrukturen unverhältnismäßig teuer wäre. Hier stellt sich
die Frage, ob man durch eine effizientere Einrichtung oder Reduzierung der
Klassenfrequenz nicht auch zu einer annehmbaren Lösung kommen kann. Erinnert
wird daran, dass das Land bei allen durchgeführten Schulreformen die
Schulträger generell nicht gefragt hat, welche räumlichen Gegebenheiten
vorhanden sind. Weitere
Wortmeldungen liegen nicht vor. Beigeordneter
Dörbaum fasst als
Ergebnis zusammen, dass die Ausschussmitglieder beider Ausschüsse darüber
übereinstimmen, dass das Schulbauprogramm 2007 fortgesetzt werden soll, die
PCB-Sanierung so fortgeführt werden soll, dass sie 2009 abgeschlossen werden
kann und dass das Ganztagsschulprogramm 2004 – 2009 ebenso wie die geplanten
Schulerweiterungen 2002 – 2008 fortgesetzt werden sollen. Beigeordneter
Dörbaum hebt die
gemeinsame Sitzung auf. Beigeordnete
Lotze schließt als
Vorsitzende die Sitzung des Schulgrundsatzausschusses um 16.55 Uhr. Nach
einer kurzen Pause wird die Sitzung des Ausschusses für Bauen und
Stadtentwicklung um 17.00 Uhr fortgesetzt. Beschluss: Der
Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung und der Schulgrundsatzausschuss nehmen
den vorgetragenen Sachstand zum I.
Schulbauprogramm
2001 – 2009 II.
II.
Ganztagsschulprogramm 2004 – 2009 III.
Schadstoffproblematik
ab 2002 – 2009 IV. Schulerweiterungen 2002 – 2008 einvernehmlich zustimmend zur Kenntnis und
beauftragen die Verwaltung, das Notwendige zur Umsetzung einzuleiten und
durchzuführen. |
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