Bürgerinformationssystem
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Beratungsinhalt: Oberbürgermeister
MÄDGE erläutert,
dass es sich bei den Grundstücksflächen im Bereich des Güterbahnhofes „An der
Wittenberger Bahn“ um ehemalige Flächen der Deutschen Bahn AG und der früheren
Osthannoverschen Eisenbahn handele. Die Grundstücke würden nicht mehr für
bahneigene Zwecke benötigt, sie stünden grundsätzlich für eine künftige
Umnutzung zur Verfügung. Zu
Frage 1: Die
ursprünglich unter Bahnhoheit stehenden Grundstücksflächen sind entsprechend
ihrer Zweckbestimmung als Bahnanlagen offiziell gewidmet. Mit Schreiben vom
09.10.2006 habe die Stadt Lüneburg einen Antrag auf Freistellung der für
Bahnzwecke nicht mehr zu nutzenden Flächen beim Eisenbahn-Bundesamt zum Zwecke
der Entwidmung gestellt. Die Dauer des eingeleiteten Verfahrens betrage
zwischen zwei und fünf Jahre. Nach der Entwidmung unterlägen die Flächen wieder
der Planungshoheit der Stadt Lüneburg. Die
anstehende Umnutzung der Flächen sei für die städtebauliche Entwicklung
Lüneburgs von Bedeutung. Der Verwaltungsausschuss habe am 21.09.2004 unter
Beteiligung aller Fraktionen die Verfahren zur Änderung und Aufstellung der
erforderlichen Bauleitpläne eingeleitet. Zu
Frage 2: Zum
gegenwärtigen Zeitpunkt sei aufgrund der unsicheren Lage nicht abzusehen, in
welchem Umfang oder für welche Maßnahmen ein Erwerb von Flächen notwendig sei.
Die Stadt Lüneburg habe stets nach dem Prinzip gehandelt, in neuen Baugebieten
nicht selbst als Makler aufzutreten, sondern nur die Flächen zu erwerben, die
für den Gemeingebrauch benötigt würden. Das werde auch hier der Fall sein,
alles weitere müsse der Rat nach der Entwidmung beschließen. Zu
Frage 3: Der
Verwaltung lägen zahlreiche Anfragen privater Interessenten vor, die aber
zumeist durch die Problematik des Entwidmungsverfahrens und den Vorlauf an
Erschließungskosten abgeschreckt würden. Die Anfragen beträfen die
unterschiedlichsten Nutzungsvorstellungen. Er verweise auf einen Ratsbeschluss
im Jahre 2004, in dem der Rat grob seine Planungsabsichten definiert habe. Zu
Frage 4: Überlegungen
zur Umnutzung würden bereits seit mehreren Jahren angestellt. Er erinnere an
die Arbeiten einer Studentengruppe aus dem Jahre 1999. Im Jahre 2002 habe die
Firma aurelis eine Standort- und Marktanalyse vorgelegt, das Nutzungskonzept
sah im nördlichen Bereich Hotel/Sport- und Veranstaltungsnutzung sowie
Dienstleistungen, im zentralen Bereich Wohnen und Dienstleistungen und im Süden
Gewerbe und Dienstleistungen vor. Das Problem seien die Erschließungskosten, da
entweder auf Höhe des Museums eine Brücke über den Lösegraben gebaut werden
oder eine weitere Zuwegung über die Friedrich-Ebert-Brücke geschaffen werden
müsse. Eine Erschließung über Wilschenbruch könne nicht ernsthaft in Betracht
gezogen werden. Zu
Frage 5: Hierzu
verweise er auf die entsprechenden Beratungen im Bauausschuss. Zu
Frage 6: Man
habe bereits im Bauausschuss gesagt, dass man sich einen Ideenwettbewerb
vorstellen könne. Initiator müsse aber die Firma aurelis sein und man brauche
aufgrund der bereits geschilderten Problematik und der Vorlaufkosten konkrete
Investoren. Man selbst wünsche eine Lösung mit dem Verbleib der Eisenbahnfreunde
am jetzigen Standort, dies sei wichtig für den Tourismus in Stadt und
Landkreis. Zu
Frage 7: Zu
diesem Thema habe die Verwaltung vor kurzem im Verkehrsausschuss vorgetragen. Fachbereichsleiterin
SCHRÖDER-EHLERS
berichtet von den Beratungen im Verkehrsausschuss. Man habe dort Pläne für eine
Erweiterung des ZOB vorgestellt. Man könne sich aber auch eine Nutzung der
Fläche, die in Verlängerung des ZOB liege und auf der jetzt Hallen stünden, durch den Bau eines zusätzlichen
Parkhauses vorstellen, auch dies sei im Verkehrsausschuss angesprochen worden.
Es fänden derzeit erste Verhandlungen mit den Eigentümern über einen möglichen
Verkauf der Flächen statt. Mit der WLG seien Gespräche geführt worden, wohin
und zu welchen Konditionen man dort ansässige Unternehmen verlagern könne.
Ebenso sei eine mögliche Nutzung durch eine zusätzliche, große Abstellfläche
für Fahrräder vorgestellt worden, hierfür käme die Fläche neben dem Westbahnhof
in Betracht, sofern man die dortige ESV-Turnhalle erwerben könne. Es handele
sich um sehr langfristige Planungen, da mit der Umsetzung ein
Investitionsvolumen verbunden sei, dass sich nur über mehrere Jahre erstrecken
könne. Man habe aus dem Verkehrsausschuss den Auftrag erhalten, jetzt erste
Planungen vorzubereiten. Beschluss: Der
Rat der Stadt Lüneburg nimmt Kenntnis. |
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