Bürgerinformationssystem
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Beratungsinhalt: Stadtrat
KOCH erläutert, es
gebe trotz der bekannten schwierigen Haushaltslage für dieses Jahr keine
Konsolidierungsvorschläge im Haushaltsplanentwurf für den Kulturbereich. Die
Ansätze seien im Großen und Ganzen mit denen des Vorjahres identisch, bis auf
Korrekturen, wie sie beispielsweise durch die Ausgliederung der Volkshochschule
notwendig geworden seien. Die
Seiten 50 – 64 des Haushaltsplanentwurfes zum Verwaltungshaushalt werden
einzeln aufgerufen und bei Bedarf erläutert. Seite
50: Auf
Nachfrage von Ratsherrn VÖLKER erklärt Stadtrat KOCH, die
Erhöhung der Personalausgaben habe sich durch die Neustrukturierung von
Aufgaben in den Bereichen Kultur und Schulen ergeben, die früher zusammengehört
hätten. Seite
52: Hier
ergibt sich die Erhöhung der Personalausgaben durch die Wiederbesetzung einer
lange Zeit vakanten Stelle. Seite
53: Stadtrat
KOCH teilt mit, der
Vertrag mit dem externen Manager der Meisterkonzerte, Herrn Becker, laufe im
Frühsommer aus. Es werde kein neuer externer Betreuer für diese Konzertreihe
verpflichtet, sondern diese Aufgabe werde vom Musikdirektor des Theaters mit
der Kulturverwaltung der Stadt gemeinsam wahrgenommen. Das dadurch eingesparte
Geld komme den Konzerten zu Gute. Seite
55: Zum
Ansatz für die Musikschule trägt Stadtrat KOCH auf Nachfrage vor, dass
der Zuschussbedarf (vermutlich durch einen Übertragungsfehler) um rd. 40.000 €
niedriger als im Vorjahr ausgewiesen wurde. Dieser Fehler könne von der
Verwaltung zur nächsten Finanzausschusssitzung berichtigt werden. Die Erhöhung
der Grundgebühren und die Reduzierung der Ermäßigungssätze der Musikschule sei
ausdrücklich zweckgebunden zur Finanzierung von Ermäßigungen für Familien
beschlossen worden, die mehrere Kinder im Musikatelier der Musikschule
unterrichten lassen. Die Verringerung der Personalkosten erkläre sich durch den
Weggang von 3 Lehrkräften. Ersatz erfolge im Musikatelier, wo die Musiklehrer
bekanntlich freiberuflich tätig seien. Korrespondierend dazu hätten natürlich
auch die Einnahmen aus Gebühren und Entgelten gesenkt werden müssen, da jetzt
von der Musikschule entsprechend weniger Unterricht angeboten werden könne. Der
Zuschussbedarf für die Musikschule liege real auch für 2007 bei 235.000 €. Seite
56: Ratsherr
VÖLKER fragt, für
welche Verbände die Mitgliedsbeiträge seien. Stadtrat
KOCH teilt mit, es
handele sich dabei um den jährlichen Beitrag an den Lüneburgischen
Landschaftsverband. Dabei sei zu bedenken, dass für die städtischen
Kulturinstitutionen jedes Jahr ein vielfach höherer Betrag an Zuschüssen
zurückfließe. Seite
58: Stadtrat
KOCH erläutert,
nach der Ausgliederung der Volkshochschule aus dem städtischen Haushalt arbeite
dort zum Teil weiterhin städtisches Personal. Diese Personalausgaben müssten
von der Bildungs- und Kulturgesellschaft erstattet werden. Seite
64: Ratsherr
VÖLKER möchte
wissen, wie die starke Abweichung bei den inneren Verrechnungen zu erklären
ist. Stadtrat
KOCH antwortet, er
werde dies prüfen lassen und in der nächsten Finanzausschusssitzung erläutern. Vermögenshaushalt: Ratsherr
RIECHEY erkundigt
sich nach den Planungen für die Nordlandhalle. Stadtrat
KOCH erklärt,
Mittel für die Nordlandhalle würden im Haushalt nicht unter Kultur oder Sport
eingestellt werden, sondern unter Tourismus, da öffentliche Fördermittel, wenn
überhaupt, nur für eine Tagungs- und Kongresshalle fließen würden. Ob aber
überhaupt mit Zuwendungen gerechnet werden könne, sei noch offen. Die
vorhandenen Planungen setzten ein Investitionsvolumen von über 20 Mio. €
voraus. Wenn die Universität das z.Zt. angedachte Audimax tatsächlich
realisieren würde, wäre dort eventuell eine Mitnutzung durch die Stadt möglich.
Im Vermögenshaushalt sei auch noch keine Ausgabe für die geplante Kunsthalle im
Alten Kaufhaus eingestellt. Das Kaufhaus erscheine bisher nur mittelbar im
Feuerwehretat unter Einnahmen aus dem Verkaufserlös. Im
Anschluss an die Erläuterungen wird eine Liste der bereits bei der Verwaltung
vorliegenden Anträge auf städtische Kulturfördermittel 2007 verteilt, sowie
eine Liste über die Gesamtzuwendungen für Kultur aus Stiftungen von 1998 –
2007. Stadtrat
KOCH erklärt dazu,
die Anträge auf städtische Kulturfördermittel würden dem Kultur- und
Partnerschaftsausschuss gewöhnlich im April nach der Genehmigung des Haushalts
zur Beschlussfassung vorgelegt. Da sich durch die Kommunalwahlen der Beschluss
über den Haushalt jedoch auf Ende März verschoben habe und mit einer
Genehmigung durch das Innenministerium erst weitere 2 Monate später zu rechnen
sei, bitte er den Ausschuss schon jetzt um ein Votum vorbehaltlich der ausstehenden
Haushaltsgenehmigung, um den Antragstellern, die mit ihren Projekten bald
beginnen müssten, Planungssicherheit zu geben. Die Anträge habe die Verwaltung
mitgebracht, sie könnten bei Bedarf von den Ausschussmitgliedern eingesehen
werden. Er stellt die einzelnen Projekte kurz vor. Die Verwaltung habe in der
Liste bereits Vorschläge zur Verteilung unterbreitet. Leider könnten auf Grund
der vielen Anträge nicht alle Projekte berücksichtigt werden. Würde man jedoch
nach dem Gießkannenprinzip allen nur einen Bruchteil der beantragten Summe
bewilligen, könnte wahrscheinlich keiner sein Projekt verwirklichen. Im
Vorschlag der Verwaltung seien deshalb die beiden klassischen Musikprojekte herausgefallen,
da es inzwischen sehr viele klassische Konzerte gebe und diese sich auch in der
Regel selbst tragen könnten. Der Antrag von Frau Casanova finde hier ebenfalls
keine Berücksichtigung, weil es dabei offenbar hauptsächlich um Tanzunterricht
gehe, also nicht eine Vorstellung für ein größeres Publikum. Die Liste der Gesamtzuwendungen
mache deutlich, dass die Stadt selbst nur einen Bruchteil der kulturellen
Fördermittel für die städtischen Kulturinstitutionen und –anbieter aufbringe,
die insgesamt aus verschiedenen Stiftungen in den letzten 10 Jahren eine Summe
von mindestens 2,05 Mio. € erhalten hätten. Bürgermeister
DR. SCHARF fragt
nach dem Finanzierungskonzept der halle für kunst. Der jährlich bei der Stadt
beantragte Betriebskostenzuschuss erscheine ihm sehr hoch. Er möchte wissen,
wie viele Besucher die halle für kunst jährlich durchschnittlich hat und wie
viel mit Eintrittsgeldern eingenommen werde. Frau
STEINBRÜGGE von der
halle für kunst erklärt, ihre Institution werde aus unterschiedlichen Bundes-
und Landesstiftungen gefördert. Alle Mittel müssten in jedem Jahr neu
eingeworben werden, auch für die Honorare der ständigen Mitarbeiter. Diese
Zuschüsse seien stets projektgebunden. Das Land und der Bund erwarteten zudem
eine gewisse Gegenfinanzierung für ihre Zuschüsse. Um die Arbeits- und
Betriebskosten decken zu können, sei die halle für kunst auf den Zuschuss der
Stadt angewiesen. Auch diese Kosten würden im Verwendungsnachweis auf die
einzelnen Projekte verteilt. Die Zahlen für die Besucher und Eintrittsgelder
werde sie den Mitgliedern des Kultur- und Partnerschaftsausschusses direkt
zusenden, es sei aber zu bedenken, dass mit zeitgenössischer Kunst keine
besonders hohen Einnahmen zu erzielen seien. Stadtrat
KOCH weist darauf
hin, dass die Kofinanzierung durch die Stadt im Verhältnis zu den Förderungen
durch Bund und Land als sehr gering einzustufen sei. Ratsherr
VON MANSBERG ist
ebenfalls der Ansicht, dass der vorgeschlagene Zuschussbetrag gerechtfertigt
und nicht zu hoch sei, wenn man ihn mit der Höhe der übrigen Fördermittel für
die halle für kunst vergleiche, die im Übrigen ein für Lüneburg einmaliges
Angebot an internationaler zeitgenössischer Kunst biete. Stelle man Relationen
zwischen den Besucherzahlen und dem Zuschussbedarf her, schneide beispielsweise
das Museum für das Fürstentum Lüneburg sicher auch nicht besser ab. Ratsherr
VÖLKER schließt
sich dieser Meinung an. Er werde im nächsten Finanzausschuss beantragen, dass
die Gesamtsumme der Kulturfördermittel von 21.000 auf 26.000 € erhöht werde. Frau
CASANOVA erläutert
zu ihrem Antrag, dass es sich keineswegs um die Finanzierung von Tanzkursen
handele, diese würden sich durch die Kursgebühren selbst tragen, sondern um einen
Zuschuss zur Werbung für die Auftaktveranstaltung der Aktion mit Vortrag in der
Volkshochschule, zu der auch unbeteiligte Zuschauer willkommen seien. Sie
stellt kurz das Konzept ihres Projekts vor. Ratsherr
VÖLKER möchte sich
über den Vorschlag der Verwaltung, den Antrag von Frau Casanova bei der Vergabe
der Kulturfördermittel nicht zu berücksichtigen, noch mit seiner Fraktion beraten.
Die übrigen Vergabevorschläge halte er für angemessen. Der
Ausschuss ist einvernehmlich der Meinung, dass die Vergabevorschläge der
Verwaltung akzeptabel seien, über eine eventuelle Berücksichtigung des Antrags
von Frau Casanova jedoch noch in den Fraktionen beraten werden solle. Stadtrat
KOCH bittet die
Fraktionen, möglichst schon in der nächsten Finanzausschusssitzung ein
endgültiges Votum über die Vergabe der Kulturfördermittel abzugeben, damit die
Antragsteller so bald wie möglich Planungssicherheit und ggf.
Abschlagszahlungen erhalten und mit ihren Projekten beginnen könnten. Es wäre
im Übrigen sinnvoll, im Kultur- und Partnerschaftsausschuss einmal über
grundsätzliche Vergaberichtlinien zu beraten. Beschluss: Der
Kultur- und Partnerschaftsausschuss stimmt den mit dem Haushaltsplanentwurf für
2007 vorgelegten Haushaltsplanansätzen des Bereiches Kultur für das
Haushaltsjahr 2007 einstimmig ohne Änderungen zu. |
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