Bürgerinformationssystem
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Beratungsinhalt: Nach kurzer Vorstellung des Tagesordnungspunktes erläutert
Herr Stadtkämmerer Sauer die Situation im Bereich der Müllgebühren. Im
niedersächsischen Vergleich sind die Müllgebühren im Stadtgebiet relativ
niedrig. In der vergangenen Jahren wurden gebildete Rückstellungen sukzessive
aufgelöst und in der Gebührenbedarfsermittlung berücksichtigt. Die
Rückstellungen wurden bei der Berechnung 2006 letztmals berücksichtigt und sind
nun vollständig aufgelöst worden. Die vorgeschlagene Gebührenanpassung von 19,8
% wird jahresbezogen noch nicht ausreichen, um ein ausgeglichenes Ergebnis zu
erzielen. Folglich ist anzustreben, die gebührenrelevanten Kosten bei der GfA
zu senken. Der Vorsitzende, Ratsherr Manzke, bringt zum Ausdruck, dass
die geplante Erhöhung in der Größenordnung eine Belastung für die Bürger
darstellt und dass man sich der Verantwortung gegenüber der Bevölkerung bewusst
sei. Die Gruppe der SPD/CDU – Fraktionen hat sich auf eine Erhöhung um
pauschal 18,5 % als gemeinsamer Vorschlag geeinigt. Mit der Verwaltung wurde
dahin gehend kommuniziert, das Ziel einer weiteren Senkung der Kosten zu
verfolgen. Die Müllgebühren wurden in der Vergangenheit stets fair ermittelt.
Im Gegenzug zur Erhöhung dieser Gebühren können die Abwassergebühren gesenkt
werden. Bezieht man die Erhöhung von 18,5 % auf einen Zeitraum von 10 Jahren,
in denen die Gebühr stabil war, entspricht diese einer jährlichen Erhöhung von
1,85 %, d. h. der Gebührenverlauf ist nachvollziehbar. Beigeordneter Blanck merkt an, dass der Gebührensprung von
über 18 % nicht tragbar gegenüber den Bürgern ist und die Auflösung der
Rückstellungen hätte langsamer erfolgen sollen als dies gehandhabt wurde. Der Vorsitzende, Ratsherr Manzke, erläutert, dass die
einheitliche Gebührenerhöhung sich auf alle Leistungen, d. h. auf die
Regelleistungen und den Behälterservice beziehen sollen. Ratsherr Reinecke weist auf den hohen Verwaltungsaufwand
hin, der mit einer häufigen Gebührenänderung einhergehen würde und merkt an,
dass die Erhöhung um über 18 % sachlogisch begründet ist. Zudem liegt der
Termin für die Gebührenberechnungen turnusgemäß im Herbst. Auf Anregung, von den sechs Sperrmüllterminen auf vier
Abholungen p. a. zu reduzieren und den Turnus für die Abholung des Biomülls im
Winter zu verlängern entgegnet Herr Ringe, dass die entsprechenden Müllmengen
vorhanden sind und daher einer geordneten Abholung zugeführt werden müssen. Zur Problematik des „Sperrmülltourismus“ von
außerhalb erläutert Frau Schröder-Ehlers, Fachbereichsleiterin für
Bürgerservice, Sicherheit und Verkehr, Umwelt, die Schwierigkeiten einer
ordnungsrechtlichen Verfolgung, wenn diese zum Erfolg führen soll. Ratsherr Riechey wendet ein, dass Großmüllproduzenten stärker
zum Gebührenaufkommen herangezogen werden sollten und betont die Position der
Fraktion DIE LINKE gegen eine Gebührenerhöhung. Ratsherr Neubauer führt aus, dass der Aufwand beispielsweise
für einen Zwei-Personenhaushalt unter Berücksichtigung der gesenkten
Abwassergebühren um etwa drei EUR im Monat steigen wird. Die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaft und städtische
Beteiligungen empfehlen mehrheitlich bei einer Gegenstimme (Beigeordneter
Blanck) folgenden Beschluss zu fassen: Beschluss: Die
Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaft und städtische Beteiligungen nehmen
die Betriebsabrechnung 2005 für die Abfallbeseitigung zur Kenntnis und
empfehlen mehrheitlich bei einer Gegenstimme folgenden abweichenden Beschluss
zu fassen: Der Gebührenbedarfsberechung für
2007 bis 2008 sowie einer Gebührenerhöhung um 18,5 %, bezogen auf alle
Leistungen, wird zugestimmt. Die in der Anlage 5 dargestellte
Satzungsänderung zur 4. Änderung der Stadt Lüneburg über die Erhebung von
Gebühren für die Abfallentsorgung (Abfallgebührensatzung) vom 17.07.1997 in der
Fassung der 3. Änderungssatzung vom 10.12.2001 wird entsprechend angepasst und
in der angepassten Fassung beschlossen.. |
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