Bürgerinformationssystem
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Sachverhalt: Die Stadt Lüneburg hatte bereits im Jahre 2002 (Schreiben
vom 30.08.2002) beim Niedersächsischen Kultusministerium (MK) die Genehmigung
von Ganztagszentren für die Schulen in den Stadtteilen Kaltenmoor und
Kreideberg beantragt. Mit Bescheid vom 10.02.2003 wurde durch das MK der
Bildung dieser Ganztagszentren grundsätzlich zugestimmt. Seitdem hatte die Anne-Frank-Schule ihre Entwicklung zur
Ganztagsschule (GTS) mit Unterstützung der Stadt vorangebracht, so dass sie
nach einer Genehmigung des MK seit dem 01.08.2003 als GTS betrieben wird. Ab
Sommer 2006 wird der 2. bis 4. Jahrgang die GTS besuchen. Die Hauptschule Kaltenmoor und die Kopernikus-Schule haben
ihre Planungen zwar ebenfalls aufgenommen, aber nicht in vergleichbarer Weise
weiterführen können, was u.a. auch durch die laufenden
Schadstoff-Sanierungsarbeiten im Schulzentrum begründet ist. Es liegt aber schon der Entwurf eines pädagogischen Konzepts
der Kopernikus-Schule für die Einrichtung der GTS vor. Ebenfalls liegt ein Entwurf des Gymnasiums Johanneum vor. Hier ist anzumerken, dass diese Schule im Gegensatz zu anderen Schulen ausdrücklich der „offenen GTS“ zustimmt, was einerseits mit den organisatorischen Gegebenheiten eines gymnasialen Schulbetriebs, aber auch mit den außerschulischen Aktivitäten der Schülerschaft und der entsprechenden Akzeptanz der Eltern begründet wird. Gestützt wird die Entwicklung von GTS durch Zuwendungen aus
dem Investitionsprogramm „Zukunft Bildung und Betreuung“ 2003 - 2007 in dem die
Bundesregierung insgesamt 4 Mrd. € für bestehende und neue GTS bereitgestellt
hat. Die Stadt Lüneburg hat in einem ersten Schritt aus dem auf
das Land Niedersachsen entfallenden Anteil über 6 Mio. € für die drei GTS
Anne-Frank-Schule, Christianischule und HS Stadtmitte erfolgreich bekommen. Dabei konnten die Zuwendungsanträge mit ihren
Raumprogrammen, die aus den pädagogischen Konzepten der Schulen entwickelt
wurden, im wesentlichen die Anerkennung durch die Bezirksregierung und das MK
finden. Alle Projekte für die genannten Schulen befinden sich in der
Umsetzung. Hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Schulen im Bereich
Kaltenmoor gestaltet sich die Vorausplanung der Raumsituation aufgrund
nachstehender Faktoren als schwierig: Am Johanneum fehlen Unterrichtsräume (10 AUR ). Daher
wurde eine Außenstelle für 10 Klassen des 5. und 6. Jahrgang in der Schule Lüne
eingerichtet. Von diesen 10 Klassen werden drei Klassen in mobilen AUR
unterrichtet. Einige Fachunterrichtsräume (FUR) entsprechen nicht mehr den
Anforderungen eines zeitgemäßen Unterrichts. Im „Mittelfristigen
Investitionsprogramm 2005 - 2009“ ist daher ein erheblicher Betrag vorgesehen,
um insbesondere die naturwissenschaftlichen Fachräume zu modernisieren. Im Schulzentrum laufen die
Schadstoffsanierungsarbeiten, für deren Verlauf es notwendig ist, eine gewisse
Raumreserve für eine zwischenzeitliche Verlagerung von Klassen innerhalb des
Gebäudes vorzuhalten. Nach Abschluss der Sanierung wird es einen „Überhang“ von
rechnerisch 14 AUR geben, soweit die Räume (wie geplant) in bisheriger Zahl und
Größe wiederhergestellt werden. Die Fachräume werden ebenfalls im Verlaufe der Arbeiten
hinsichtlich der Ausstattung und Größe den heutigen Gegebenheiten angepasst. In der Anne-Frank-Schule finden die erforderlichen
Umbauten für die GTS statt. Damit einhergehend erfolgt die Schadstoffsanierung
im Verlaufe der Bauabschnitte. Der letzte Bauabschnitt sieht die Schaffung von
4 zusätzlichen AUR vor. Die Entwicklung der Schulen in Lüneburg ist mittelfristig
planbar: Die Zahl der Einschulungen in Lüneburg wird insgesamt noch bis zum
Jahr 2010 über den heutigen Jahresmittelwert hinaus ansteigen. Dies wird in
nachstehendem Schaubild sichtbar:
Dies hängt im wesentlichen mit der positiven Entwicklung von
Stadt (und Landkreis) Lüneburg als Wachstumsregion zusammen. Erst nach dem genannten Zeitpunkt könnte die Zahl sinken,
und mit dem entsprechenden zeitlichen Versatz auch alle weiterführenden Schulen
berühren. Ob dieser heute nur errechenbare Trend tatsächlich eintritt, hängt im
wesentlichen von der weiteren Siedlungsentwicklung der Stadt ab. Für die Raumplanung ist daher eine konzeptionelle
Entscheidung zu treffen, die der augenblicklichen Situation, der demografischen
Entwicklung und damit der weitere Entwicklung der Schülerzahlen, der
Bildungsqualität aber auch den Wünsche von Schulen, Elternschaft und Politik
zur Entwicklung als GTS Rechnung trägt. Gleichzeitig muss auch Handlungsspielraum für mögliche
spätere Einflüsse bleiben und letztendlich auch der Fortfall des 13. Jahrgangs
am Gymnasium zum Sommer 2011 berücksichtigt werden. Hinsichtlich der Situation in Kaltenmoor ist in der
aktuellen Betrachtung natürlich der Fortgang (und der Zeitpunkt des Abschlusses)
der Sanierungsarbeiten im Schulzentrum zu beachten. Dabei geht es nicht nur um
eine Wiederherstellung der „alten“ Räumlichkeiten, sondern auch um
Modernisierungen, die das Schulzentrum für die nächsten 20 Jahre zukunftssicher
machen. Dies ist insbesondere in den modernisierungsbedürftigen
Fachraum-Bereichen notwendig und wurde bisher auch so vorgenommen. Im gleichen Zusammenhang ist zu entscheiden, welche Räume
der Anne-Frank-Schule im Zuge der GTS tatsächlich zusätzlich zu errichten sind.
Ausgangspunkt dafür ist das bestehende Raumprogramm aus dem vom Land
Niedersachsen genehmigten Zuwendungsantrag für Investitionsmittel. In der Anlage 1 (direkter Vergleich Raumbestand) ist
die Raumbilanz für die Schulen in Kaltenmoor dargestellt. Damit ergeben sich für die weitere Raumplanung folgende
Überlegungen: Anne-Frank-Schule
Aufgrund des Raumüberhangs im Schulzentrum könnte der
Gedanke verfolgt werden, auf einen Vollausbau der AFS zu verzichten und dafür
z.B. 4 AUR mit den Klassen des 4. Jahrgangs der AFS dort zu belegen. Dies würde
die Rückgabe von Teilen (voraussichtlich rd. 1 Mio. €) der bereits genehmigten
GTS-Mittel des Bundes bedeuten. Dazu ergeben sich nachstehende Vor- und Nachteile: + geringe
Baukosten mit geringerem Eigenanteil der Stadt Lüneburg; + dauerhaft
geringere Kosten für Betrieb und bauliche Unterhaltung in der AFS; - pädagogische
Bedenken, da die Einheit der Grundschule nicht gewahrt ist. Nach Abwägung wird vorgeschlagen, die dem Investitionsantrag
zugrundeliegende Raumplanung weiterzuverfolgen und die AFS an Ort und Stelle
als (weiterhin) vierzügige GTS-Grundschule auszubauen. Weitere mögliche Veränderungen der Planung sind nur in einem
Maße möglich, wie es der Bescheid der Bezirksregierung vom 30.08.2004 zulässt.
Es sollte daher auch grundsätzlich bei der von der Gebäudewirtschaft
beabsichtigten Reihenfolge der Baumaßnahme bleiben, so dass mögliche
zusätzliche Räume im 1. OG erst im letzten Bauabschnitt errichtet werden. So erscheint es aus heutiger Sicht möglich, auf die zwei
Fachunterrichtsräume (FUR) im 1. OG zu verzichten. Dazu hat die Verwaltung
bereits Einvernehmen mit der Schule hergestellt. Schulzentrum (Hauptschule und Kopernikus-Schule)
und Johanneum Wenn die Anne-Frank-Schule eine in sich geschlossene
Raumzuordnung erfährt, ergibt sich für das Schulzentrum Kaltenmoor und das
Johanneum eine von den bereits vorstehend genannten Faktoren beeinflusste
Wechselbeziehung (Anlage 2; Raumbilanz Johanneum und SZ). In der Aufstellung werden die denkbaren Entscheidungsvarianten dargestellt. Zur Schaffung der bestmöglichen baulichen Voraussetzungen
ist es notwendig, dass die Ganztagspläne der Schulen weiterverfolgt werden. Die Schulverwaltung ist im Kontakt mit HS und RS Kaltenmoor,
um die Möglichkeiten zur Einrichtung von GTS auszuloten. Gerade im Stadtteil
Kaltenmoor wäre es notwendig, für die Schülerinnen und Schüler verpflichtende,
attraktive Nachmittagsangebote zu schaffen, so wie es auch das erste Konzept
der Kopernikus-Schule vorsieht, doch erscheint es untunlich, Ganztagspläne gegen
einen anderslautenden Willen der Schulen durchzusetzen. Beide Schulleitungen tragen durchaus nachvollziehbare,
erhebliche Bedenken vor, wenn es den Schulen nach der gegenwärtigen Erlasslage
bzw. der Finanzlage das Landes Niedersachsen nicht mehr möglich ist, zumindest
zwei Nachmittage mit pädagogisch betreuten, verbindlichen Angeboten einer GTS
anzubieten. Für die pädagogischen, aber auch intern-organisatorischen
Abläufe im Gebäude des Schulzentrums scheint es unabdingbar, dass sowohl die
Realschule, als auch die Hauptschule gemeinsam die Entwicklung zur GTS
betreiben und auch durch das Land so genehmigt werden. Nach Auffassung des
Schulträgers kann ein Nebeneinander von zwei Schulen in unterschiedlicher
Betriebsform keinesfalls erwünscht sein, da dadurch erhebliche Beeinträchtigungen zu erwarten sind. Von daher stellt die Anlage 2 auf die GTS als Schulform in
beiden Schulen ab. Johanneum
1.) Die Außenstelle in der Schule Lüne soll 2007/2008 - wie
zugesagt – aufgelöst werden. Mittelfristig ist es nur realistisch, dass eine Außenstelle
im Schulzentrum Kaltenmoor nicht dauerhaft eingerichtet wird, wenn der
GTS-Antrag des Gymnasiums erfolgreich ist und zum Sommer 2011 letztmalig die
Schüler der 13. Klassen die Schule verlassen. Nach heutigem Stand sind die für eine GTS zusätzlichen Räume
und die Finanzierung der dafür notwendigen Investitionen nur mit den
Bundesmitteln des IZBB-Programms für GTS am Hauptgebäude des Gymnasiums möglich.
Ob Mittel für das Vorhaben am Johanneum fließen, liegt in der Entscheidung des
Landes Niedersachsen. Die Kosten belaufen sich auf ca. 6 Mio. €. 2.) Ein Aspekt, der einbezogen werden muss, ist die
Situation zu einem erweiterten gymnasialen Angebot des Landkreises, am
Schulstandort Bleckede. Nach heutigem Stand ist hinsichtlich der weiteren
Entwicklung und Entscheidungsbildung innerhalb der Gremien des Landkreises
keine sichere Prognose möglich. Fest steht aber, dass nur bei Einführung von
Schulbezirken eine Genehmigung des Landes für Bleckede möglich ist. Ein
dortiges Schulangebot würde dann in geringem Umfang die Gymnasiasten aus der SG
Dahlenburg und der Gemeinde Neetze aus dem Johanneum abziehen. Im jährlichen
Durchschnitt stellt die Schülerschaft aus diesem Bereich weniger als eine
Klassenstärke dar. Dies gefährdet keineswegs die doch kräftige 5-Zügigkeit des
Johanneums, da dann Schüler aus der Stadt, die ansonsten das Johanneum nicht
aufsuchten, dort sich anmelden werden. Die Stadt Lüneburg würde eine gewisse
„Entspannung“ der Schülerzahl aus diesem Grunde grundsätzlich begrüßen, da
allgemein erwartet wird, dass die Übergangszahlen in die ( 5. Klassen der )
Gymnasien auf weiterhin hohem Niveau verlaufen werden. Soweit sich der Landkreis nach Abschluss seiner
Meinungsbildung nicht entschließt, in einen neuen Standort Bleckede zu
investieren, könnte stadtseitig auch die Option der Erweiterung des Johanneums
möglich sein. Dieses Vorhaben würde dann dauerhaft den Besuch von Schülerinnen
und Schüler aus dem „Ost-Kreis“ beim Johanneum sichern und könnte nur im Rahmen
einer Mitfinanzierung ( nach dem erfolgreichen Modell der Herderschule ) durch
den Landkreis und die beteiligten Gemeinden erfolgen. Finanzielle
Auswirkungen: Kosten (in €) a) für
die Erarbeitung der Vorlage: 30,00 € aa) Vorbereitende Kosten, z.B. Ausschreibungen,
Ortstermine, etc. b) für
die Umsetzung der Maßnahmen: c) an Folgekosten: d) Haushaltsrechtlich gesichert: Ja Nein Haushaltsstelle:
Haushaltsjahr: e) mögliche
Einnahmen: Anlagen: 1)
Vergleich
des Raumbestandes der Schulen in Kaltenmoor 2)
Raumbilanz
Johanneum und Schulzentrum
Beschlussvorschlag:
Zur genaueren Ausgestaltung dieser Außenstelle ist zu gegebener Zeit im Schulausschuss zu berichten. |
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