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Auszug - Neue Straße - Sanierung einer historischen Mauer / Ortsbesichtigung  

 
 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen und Stadtentwicklung
TOP: Ö 3
Gremium: Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 17.01.2005    
Zeit: 15:00 - 17:45 Anlass: Sitzung
Raum: Traubensaal
Ort: Rathaus
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Beratungsinhalt:

 

Beratungsinhalt:

 

Die Mauerreste eines alten Speichers werden vom Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung vor Ort besichtigt (Anlage I).

 

Beigeordneter Dörbaum begrüßt als Ausschussvorsitzender als Gäste die unmittelbaren Anlieger der Mauer, die Herren Meyer und Bulgrin.

 

Stadtbaurätin Gundermann führt aus, dass die noch vorhandene Mauer die Rückwand eines aus dem 16. Jahrhundert stammenden Speichers darstellt. Wie auch andere Gebäude in der Neuen Straße wurde der Speicher selbst vor Jahrzehnten abgebrochen.

Die Wand besteht aus klosterformatigen Ziegelsteinen und unterteilt sich in 5 Felder. 3 Felder davon zeigen so starke Setzungs- und Senkungsschäden auf, dass die Wand in ihrer Gesamtheit wegen bestehender Einsturzgefahr abgestützt werden musste. Die Senkungen werden nach Aussagen des von der Stadt in Auftrag gegebenen Bodengutachtens von drei Faktoren verursacht. Neben Senkungen im Untergrund verursachen auch nachgebende ehemalige Sickergruben, die mit organischem Material verfüllt wurden, sowie unzureichend verfüllte Kellergewölbe die jetzt auftretenden Schäden.

Die Stadt ist Eigentümerin der Mauer. Das für den ALA tätige Restaurationsbüro geht von geschätzten Instandsetzungskosten von ca. 27.000 € - 30.000 € aus. Die Restauration selbst würde durch teilweisen Abtrag und Wiederaufmauern sowie statische Verstärkungen im Untergrund der Mauer erfolgen.

Zur Finanzierung ist die Stadt bereit, aus dem denkmalpflegerischen Unterhaltstitel 10.000 € bereitzustellen. In etwa gleicher Höhe würde sich der ALA an den Kosten beteiligen. Die offene Frage ist, inwieweit eine Restfinanzierung sichergestellt werden kann. Politik und Verwaltung würden es begrüßen, wenn sich die Anlieger an den Kosten beteiligen würden. Wenn die Bereitschaft hierzu nicht gegeben ist, wird die Mauer zunächst im derzeitigen Zustand verbleiben müssen.

 

Herr Pomp - ALA – bestätigt, dass der ALA bereit ist, seinen Anteil an den Restaurationskosten zu übernehmen. Unterstrichen wird, dass eine solche freistehende Mauer selten im Stadtbild zu finden sei und auf jeden Fall erhalten werden sollte. Der Bereich der Neuen Straße ist ein wichtiger Bestandteil bei der regelmäßig stattfindenden Handwerkerstraße.

Auch dem ALA ist bewusst, dass die Schäden an der Mauer auf Senkungsbewegungen im Untergrund zurückzuführen sind. Auch er hält die vorgesehene Stahlbetonverstärkung im Fundamentbereich der Mauer für eine geeignete Restaurierungsmaßnahme.

 

Ratsherr Aschenbrenner  hinterfragt, ob es zutreffend sei, dass die Stadt 10.000 € an städtischen Mitteln bereitstellt.

 

Stadtbaurätin Gundermann erklärt, dass dies zutreffend sei, zumal sich die Mauer im städtischen Eigentum befinde. Die Ausbesserungsarbeiten werden mit passenden, gebrauchten Steinen vorgenommen. Voraussetzung für die Bezuschussung ist jedoch, dass die Kostenschätzung mit einem konkreten Angebot hinterlegt wird.

 

Herr Meyer – Anlieger – weist darauf hin, dass sich derzeit die Senkungsprozesse fortsetzen. Eine statische Stabilisierung der Mauer erscheint dringend geboten.

 

Beigeordneter Körner geht davon aus, dass die einzubringenden Stahlsegmente der Mauer die notwendige Stabilität geben werden.

 

Weitere Wortmeldungen liegen nicht vor.

 

Beigeordneter Dörbaum fasst als Beratungsergebnis zusammen, dass im Ausschuss Einvernehmen darüber besteht, dass die Mauer restauriert werden soll, wenn die Finanzierung gesichert ist. Die Mauer soll bei der Sanierung in ihrer Struktur erhalten bleiben.

Die Verwaltung wird beauftragt, Gespräche mit den Anliegern dahingehend zu führen, dass diese sich an den noch nicht gedeckten Kosten beteiligen.

 

Beschluss:

Beschluss:

 

Der Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung stimmt dem vom Ausschussvorsitzenden zusammengefassten Beratungsergebnis einvernehmlich zu.

Abstimmungsergebnis:

Abstimmungsergebnis:

 

   Ja-Stimmen:           

Nein-Stimmen:       

  Enthaltungen: 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Graalpforte Mauer Neue Straße (21 KB) PDF-Dokument (6 KB)