Bürgerinformationssystem
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Beratungsinhalt: Die
Mauerreste eines alten Speichers werden vom Ausschuss für Bauen und
Stadtentwicklung vor Ort besichtigt (Anlage I). Beigeordneter
Dörbaum begrüßt als
Ausschussvorsitzender als Gäste die unmittelbaren Anlieger der Mauer, die
Herren Meyer und Bulgrin. Stadtbaurätin
Gundermann führt
aus, dass die noch vorhandene Mauer die Rückwand eines aus dem 16. Jahrhundert
stammenden Speichers darstellt. Wie auch andere Gebäude in der Neuen Straße
wurde der Speicher selbst vor Jahrzehnten abgebrochen. Die
Wand besteht aus klosterformatigen Ziegelsteinen und unterteilt sich in 5
Felder. 3 Felder davon zeigen so starke Setzungs- und Senkungsschäden auf, dass
die Wand in ihrer Gesamtheit wegen bestehender Einsturzgefahr abgestützt werden
musste. Die Senkungen werden nach Aussagen des von der Stadt in Auftrag
gegebenen Bodengutachtens von drei Faktoren verursacht. Neben Senkungen im
Untergrund verursachen auch nachgebende ehemalige Sickergruben, die mit
organischem Material verfüllt wurden, sowie unzureichend verfüllte Kellergewölbe
die jetzt auftretenden Schäden. Die
Stadt ist Eigentümerin der Mauer. Das für den ALA tätige Restaurationsbüro geht
von geschätzten Instandsetzungskosten von ca. 27.000 € - 30.000 € aus. Die
Restauration selbst würde durch teilweisen Abtrag und Wiederaufmauern sowie
statische Verstärkungen im Untergrund der Mauer erfolgen. Zur
Finanzierung ist die Stadt bereit, aus dem denkmalpflegerischen Unterhaltstitel
10.000 € bereitzustellen. In etwa gleicher Höhe würde sich der ALA an den
Kosten beteiligen. Die offene Frage ist, inwieweit eine Restfinanzierung
sichergestellt werden kann. Politik und Verwaltung würden es begrüßen, wenn
sich die Anlieger an den Kosten beteiligen würden. Wenn die Bereitschaft hierzu
nicht gegeben ist, wird die Mauer zunächst im derzeitigen Zustand verbleiben
müssen. Herr
Pomp - ALA –
bestätigt, dass der ALA bereit ist, seinen Anteil an den Restaurationskosten zu
übernehmen. Unterstrichen wird, dass eine solche freistehende Mauer selten im
Stadtbild zu finden sei und auf jeden Fall erhalten werden sollte. Der Bereich
der Neuen Straße ist ein wichtiger Bestandteil bei der regelmäßig
stattfindenden Handwerkerstraße. Auch
dem ALA ist bewusst, dass die Schäden an der Mauer auf Senkungsbewegungen im
Untergrund zurückzuführen sind. Auch er hält die vorgesehene
Stahlbetonverstärkung im Fundamentbereich der Mauer für eine geeignete
Restaurierungsmaßnahme. Ratsherr
Aschenbrenner hinterfragt, ob es zutreffend sei, dass die
Stadt 10.000 € an städtischen Mitteln bereitstellt. Stadtbaurätin
Gundermann erklärt,
dass dies zutreffend sei, zumal sich die Mauer im städtischen Eigentum befinde.
Die Ausbesserungsarbeiten werden mit passenden, gebrauchten Steinen
vorgenommen. Voraussetzung für die Bezuschussung ist jedoch, dass die Kostenschätzung
mit einem konkreten Angebot hinterlegt wird. Herr
Meyer – Anlieger –
weist darauf hin, dass sich derzeit die Senkungsprozesse fortsetzen. Eine
statische Stabilisierung der Mauer erscheint dringend geboten. Beigeordneter
Körner geht davon
aus, dass die einzubringenden Stahlsegmente der Mauer die notwendige Stabilität
geben werden. Weitere
Wortmeldungen liegen nicht vor. Beigeordneter
Dörbaum fasst als
Beratungsergebnis zusammen, dass im Ausschuss Einvernehmen darüber besteht,
dass die Mauer restauriert werden soll, wenn die Finanzierung gesichert ist.
Die Mauer soll bei der Sanierung in ihrer Struktur erhalten bleiben. Die
Verwaltung wird beauftragt, Gespräche mit den Anliegern dahingehend zu führen,
dass diese sich an den noch nicht gedeckten Kosten beteiligen. Beschluss: Der
Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung stimmt dem vom Ausschussvorsitzenden
zusammengefassten Beratungsergebnis einvernehmlich zu. Abstimmungsergebnis: Ja-Stimmen: Nein-Stimmen: Enthaltungen:
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