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Beratungsinhalt: Vorstellung von Bauvorhaben / Neubau eines Lidl-Marktes in Kaltenmoor Stadtbaurätin
Gundermann erklärt,
dass die Konkretisierung des Bauvorhabens im öffentlichen Teil vorgestellt
werde, weil hier bereits der Aufstellungsbeschluss für einen B-Plan als auch
der Beschluss der frühzeitigen Träger- und Bürgerbeteiligung gefasst wurde. Vom
Investor wurden zwischenzeitlich konkretisierte Pläne vorgelegt. Bevor man die
frühzeitige Träger- und Bürgerbeteiligung ab nächster Woche durchführen wird,
soll das Vorhaben heute noch einmal im Ausschuss vorgestellt werden. Beigeordneter
Dörbaum erinnert
daran, dass über das Vorhaben bereits im Ausschuss gesprochen wurde. Das
Vorhaben wurde auch im Begleitausschuss „Soziale Stadt“ in Kaltenmoor
vorgestellt. Fachbereichsleiter
Eberhard zeigt
anhand eines aushängenden Planes den Geltungsbereich des B-Plangebietes auf.
Das Plangebiet umfasst ca. 8.000 m². Das Grundstück auf dem der Markt errichtet
werden soll hat eine Größe von ca. 7.000 m². Die Grundfläche des Marktes wird
ca. 1.500 m², die Verkaufsfläche davon ca. 1.200 m² betragen. Für
Kaltenmoor ist es wichtig, dass man als Zugpferd für das Einkaufszentrum (EKZ)
einen Vollsortimenter bekommt. Für den Standort lagen Bewerbungen von Aldi, Sky
und Lidl vor. Die Entscheidung ist auf Lidl gefallen, von denen ein
Vollsortiment angeboten wird. Der Markt wird eine vergleichbare Größe wie der
neuentstandene Lidl-Markt „Am Alten Eisenwerk“ haben. Im
Vergleich zu Lidl bietet Aldi nur ein geringeres Angebot, Sky führt vorwiegend
höherwertige Produkte und hätte einen noch höheren Flächenbedarf und wäre als
Konkurrenz zum bereits vorhanden Markt mit ähnlichem Sortiment zu sehen. Die
vorgehaltene Stellplatzanzahl bleibt mit 131 statt vorher 136 nahezu
unverändert. Zusätzliche Parkplatzkapazität wird mit 66 Stellplätzen an der
Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße geschaffen und zwar vor Beginn des Baues des
Marktes. Die verkehrliche Anbindung soll ausschließlich über eine neu zu
schaffende Anbindung an die Theodor-Heuss-Straße erfolgen. Es wird sich dabei
um eine öffentliche Straße handeln, damit auch die Zufahrt zu den Sporthallen
und Anlieferungen möglich sind. Die Parkplätze werden uneingeschränkt nutzbar
sein. Die
gemäß § 28 a NNatG geschützte Fläche bleibt unangetastet. Die Inanspruchnahme
von lediglich 5 m² aus dieser Fläche ist auch aus Sicht der Unteren
Naturschutzbehörde unbedenklich. Die
Gemeinbedarfsfläche wird mit überplant und als Grünfläche ausgewiesen. Der
vorhandene Grünbestand auf dem Areal muss vollständig beseitigt werden.
Neuanpflanzung werden im Verhältnis mindestens 1 : 1 im Umfeld vorgenommen.
Umpflanzaktionen wurden geprüft, erweisen sich aber als zu kostenintensiv. Bürgermeisterin
Schellmann weist
darauf hin, dass dieser Parkplatz bereits jetzt stark frequentiert wird. Sie
geht davon aus, dass es einerseits um Sporthallennutzer anderseits aber auch um
Anlieger handelt. Zu erwarten ist, das eine gewisse Verdrängung eintreten wird.
Die anderen Parkplätze an der Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße sind relativ weit
weg. Sie möchte wissen, was dazu möglicherweise der Hintergrund sei. Fachbereichsleiter
Eberhard zeigt
anhand des Lageplans auf, wo die Anwohnerparkplätze an der Kurt-Huber-Straße
angeordnet sind. Eigentlich war und ist ein Anwohnerparken auf diesem Parkplatz
nicht vorgesehen. Ermittelt wurde, dass der Parkplatz häufig vom Lehrkörper der
angrenzenden Schulen genutzt werde. Die Schulleitungen wurden bereits darauf
hingewiesen, dass die Oberdecks der Parkpaletten an der
Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße uneingeschränkt von Jedermann genutzt werden
können. Keinesfalls sollen Nutzer der Sporthallen verdrängt werden. Stadtbaurätin
Gundermann führt
ergänzend aus, dass seit Ende letzten Jahres die Ausschilderung der Parkplätze
auf den Oberdecks der Parkpaletten verbessert wurde und diese seitdem auch
besser angenommen werden. Für
den Grunderwerb der zusätzlichen Parkplatzflächen für die Herstellung der
vorgesehenen 66 Stellplätze sowie die Anlegung einer provisorischen Busbucht
wurde im Rahmen der „Sozialen Stadt“ ein Haushaltsansatz in den Haushalt
eingestellt. Die
zukünftige Verkehrsführung wird aufgezeigt. Das Anfahren des bestehenden
Parkplatzes für die Wohnungen im Zentrum von Kaltenmoor über
Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße/Kurt-Huber-Straße ist weiterhin uneingeschränkt
möglich. Die Kurt-Huber-Straße soll verkehrsberuhigt werden. Die
Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße wird umgestaltet, sobald wieder Mittel aus dem
Programm „Soziale Stadt“ zur Verfügung stehen. Ratsherr
Aschenbrenner bezweifelt, dass der neue Parkplatz an der
Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße von dem vorgesehenen Nutzerkreis angenommen
wird. Ihn interessiert, was mit den entlang der Kurt-Huber-Straße angeordneten
Stellplätzen vorgesehen sei. Fachbereichsleiter
Eberhard zeigt den
Bereich auf. Die dort vorhandenen Stellplätze sind den angrenzenden Wohnhäusern
zugeordnet und bleiben unangetastet. Stadtbaurätin
Gundermann zeigt
die geänderten Verkehrsbeziehungen auf. Bedingt dadurch, dass zukünftig über
die Kurt-Huber-Straße der Parkplatz an den Sporthallen nicht mehr erreicht
werden kann, wird für die Anlieger der Kita und Schule eine gewisse
verkehrliche Beruhigung eintreten. Nicht verhehlt wird, dass es bei der
Doppelnutzung der Parkplatzflächen zu gewissen Zeiten zu Problemen kommen kann.
Die
fußläufigen Verbindungen werden aufgezeigt. Wegen des abschüssigen Geländes
sind die Fußwegeverbindungen teilweise nur über Treppenanlagen möglich. Da der
entstehende Markt nicht nur für Kaltenmoor selbst interessant ist, wird es auf
dem Parkplatz einen sehr viel höheren Umschlag geben als derzeit. Dies ist so
auch gewollt. Ratsherrn
Aschenbrenner interessiert, wer für die nicht
unerheblichen Kosten der Umgestaltung der Straßen aufkommt. Stadtbaurätin
Gundermann
erläutert, dass die Maßnahme zur Umgestaltung der Straßen im Rahmenplan
„Soziale Stadt“ enthalten seien. Die vorgesehene Finanzierung und die
Einbeziehung von GVFG-Mitteln wird erläutert. Die zeitlichen Abläufe werden
aufgezeigt. Die notwendigen Entscheidungen stehen jedoch noch aus. Die
Planungen wurden noch nicht konkretisiert. Einigkeit besteht insofern, dass es
keine Provisorien geben wird. Die beiden dargestellten Kreisel auszubauen macht
nur dann Sinn, wenn das verbindende Straßenstück zeitgleich mit ausgebaut wird.
Beigeordneter
Körner möchte
wissen, ob Änderungen in der Feuerwehr- und Rettungswagenzufahrt vorgesehen
sind. Stadtbaurätin
Gundermann zeigt
die Zuwegungen für Einsatzfahrzeuge auf. Über die bituminierte Fläche, die als
Mischflächen ausgewiesen wird, können auch die Lieferfahrzeuge fahren.
Erläutert werden die Gründe, warum für die fußläufige Verbindung wegen des
Höhenunterschiedes auf eine Rampe verzichtet wird. Stattdessen soll die
fußläufige Verbindung entlang der Theodor-Heuss-Straße geführt werden. Fachbereichsleiter
Eberhard ergänzt,
dass die Rettungsfahrzeuge weiterhin den bisherigen Zuweg zu den Turnhallen
nutzen können. Die Fußgängerquerung über die Theodor-Heuss-Straße bleibt
erhalten, wird aber um einige Meter Richtung Norden verschwenkt und an die neue
Gehwegverbindung angebunden. Ratsherr
Burgdorff hat
festgestellt, dass das alte EKZ seit längerer Zeit an Auszehrung leidet. Für
ihn stellt sich die Frage, ob die Vernetzung und fußläufige Verbindung die
Zustimmung der Anlieger findet. Auch von Interesse ist, ob der neue Markt nicht
in Konkurrenz zu vorhandene Märkten zu sehen ist. Stadtbaurätin
Gundermann weist
darauf hin, dass der Mietvertrag mit dem Penny-Markt Ende 2006 ausläuft.
Bemühungen, für den leerstehenden Kaiser’s-Markt einen Nachfolger zu finden,
waren erfolglos. Eine dänische Immobiliengruppe ist Eigentümer der
Verkaufsfläche. Die Immobiliengruppe ist um eine Nachnutzung bemüht, hat auch
schon Interessenten. Mögliche Interessenten werden benannt. Nicht
wegdiskutieren lässt sich, dass es ein großer Eingriff in den Baumbestand sein
wird und dass die Baumaßnahme vom Baukörper her städtebaulich keine optimale
Lösung darstellt. Gefällt werden muss hauptsächlich Nadelgehölz. Die bereits
erwähnten Neuanpflanzungen werden hauptsächlich aus Laubgehölzen bestehen. Die
Frage ist, was man an dieser Stelle will. Die Prioritäten sprechen hier
eindeutig unter Abwägung aller Randbedingungen für den Bau des Supermarktes. Derzeit
befindet man sich im Verfahren ganz am Anfang. Dafür sind die hier gezeigten
Pläne für den Verfahrensstand eigentlich schon zu detailliert. Beigeordneter
Löb hält es für
wünschenswert, eine fußläufige Verbindung vom Stephanusplatz zum neuen Markt zu
schaffen. Beigeordneter
Dörbaum verweist
darauf, dass dies Wunsch aller Beteiligter sei. Wegen des bestehenden
Geländeversprunges wäre eine solche Verbindung ohne Treppenanlage jedoch nicht
möglich. Die Möglichkeit über Treppen zu gehen, besteht bereits jetzt schon. Bürgermeisterin
Schellmann weist
darauf hin, dass der größte Teil der Kunden fußläufig diesen Weg gehen würde. Fachbereichsleiter
Eberhard führt aus,
dass Überlegungen für eine barrierefreie Fußwegeverbindung im Vorfeld der
Planungen angestellt wurden. Bestehende Zwangspunkte lassen eine Verbindung
jedoch nur über eine Treppenanlage zu. Eine barrierefreie, fußläufige
Verbindung besteht, wie bereits aufgezeigt, parallel zur Theodor-Heuss-Straße. Stadtbaurätin
Gundermann erklärt,
dass die Anregung aufgenommen wird. Über eine Rampe wird noch einmal
nachgedacht. Wenn eine solche Rampe möglich ist, wird man sich dafür auch
einsetzen. Wenn diesbezüglich eine große Anzahl von Anregungen eingeht, wird
man die bisherige Abwägung überdenken. Weitere
Wortmeldungen liegen nicht vor. Beigeordneter
Dörbaum weist
darauf hin, dass es sich heute auch zunächst um eine Zwischeninformation
handelt, dass an dieser Stelle ein Markt entstehen soll. Die angesprochene
fußläufige Anbindung lässt sich auch im Laufe des Verfahrens noch
konkretisieren. Beschluss: Der
Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung nimmt den Sachstandsbericht der
Verwaltung einvernehmlich zur Kenntnis. |
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