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Beratungsinhalt: Ratsherr
SCHULER führt aus,
dass die Lüneburger Sportvereine wichtige Funktionen in allen Bereichen des
öffentlichen Lebens erfüllen. Sie bieten sinnvolle Freizeitbeschäftigung,
vermitteln Bildung, fördern soziale Kontakte, leisten Gesundheitsprävention und
einen erheblichen Beitrag zur Integration. Statistische Erhebungen zeigten,
dass 80 % aller Jugendlichen bis zu ihrem 18. Geburtstag Mitglied in einem
Sportverein sind oder waren. Um auch einkommensschwächeren Familien eine
Partizipation zu ermöglichen, schlage die Gruppe SPD/CDU vor, dass die Stadt
Lüneburg den Sportvereinen einen jährlichen Zuschuss für jeden städtischen
Grundschüler gewährt, der Mitglied im Sportverein ist und einen Anspruch auf
Lehrmittelfreiheit hat. Bei geschätzten einhundert Grundschülern, die diese
Kriterien erfüllen, würden dafür rund zweitausend Euro jährlich notwendig.
Diese Mittel könnten aus dem Sachkonto für den Schwimmunterricht gezahlt werden,
allerdings nur, wenn die für den Schwimmunterricht vorgesehene Stundenzahl
– wie in den Jahren zuvor – nicht erreicht werde. Ratsfrau
EBELING zitiert
Pestalozzi: „Wem es gelingt, den Menschen mit Körperübungen leuchtende
Augen zu schenken, der tut gut auf dem Gebiet der Erziehung.“ Mit dem
Antrag auf Förderung der Mitgliedschaft in Sportvereinen sei man auf dem
richtigen Weg. Sport und Bewegung sei Inhalt des Lebens und es sei wichtig,
schon Kinder im Kleinkind- und Jugendalter an den Sport heran zu führen.
Bildung sei mehr als Wissenserwerb, sie brauche viele Orte, Schule allein sei
mit der Bildungsaufgabe überfordert. Eine Mitgliedschaft im Sportverein bringe
viele Vorteile wie soziale Kontakte, Förderung von Gesundheit und
Beweglichkeit, Verhinderung von Übergewicht und mache Kinder stark, damit sie
von sich aus ‚Nein’ zu Drogen, Alkohol und Nikotin sagen können. Da
in vielen Elternhäusern Zeit und Geld fehlten, um ihren Kindern Sport im Verein
zu ermöglichen, sollte dieser Antrag schnellstmöglich umgesetzt werden, zumal
die notwendigen Ausgaben, wie von Herrn Schuler ausgeführt, gedeckt werden
könnten. Ratsherr
SOLDAN hat an dem
grundsätzlich guten Antrag lediglich zwei Kritikpunkte. Als die FDP im letzten
Jahr den Antrag stellte, das Budget für die durchaus sinnvolle Schwimmförderung
abzusenken, wurde dieser Antrag abgelehnt mit dem Argument, dass man dieses
Geld brauche und nicht benötigte Mittel der Förderung von Übungsleitern zugute
kämen. Nun jedoch werde das Geld offenbar nicht mehr gebraucht, sondern könne
für andere Zwecke genutzt werden. Darüber hinaus trage jeder Verein das Risiko,
dass seine Mitglieder ihren Beitrag plötzlich nicht mehr zahlen können. Dieses
Risiko werde mit dem eingebrachten Antrag an die Stadt übergeben. Er wünsche sich,
dass die Förderung vor allem denen zugute komme, die aus finanziellen Gründen
noch nicht Mitglied in einem Sportverein sind. Ansonsten unterstütze er den
Antrag und hoffe auf eine schnelle Umsetzung durch den Sportausschuss. Beschluss: Der Rat
der Hansestadt Lüneburg überweist den Antrag einstimmig zur weiteren Beratung
in den Sportausschuss. (56a) |
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