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Auszug - Mitgliedschaft in Sportvereinen fördern (Antrag der Gruppe SPD/CDU vom 22.07.2008)  

 
 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Hansestadt Lüneburg
TOP: Ö 7.1
Gremium: Rat der Hansestadt Lüneburg Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 30.10.2008    
Zeit: 17:00 - 19:55 Anlass: Sitzung
Raum: Huldigungssaal
Ort: Rathaus
VO/2986/08 Mitgliedschaft in Sportvereinen fördern (Antrag der Gruppe SPD/CDU vom 22.07.2008)
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag der Gruppe SPD/CDU
Federführend:01 - Büro der Oberbürgermeisterin Beteiligt:Bereich 56a - Bildung
Bearbeiter/-in: Gieseking, Stefan   
 
Wortprotokoll
Beschluss

Beratungsinhalt:

 

Beratungsinhalt:

 

Ratsherr SCHULER führt aus, dass die Lüneburger Sportvereine wichtige Funktionen in allen Bereichen des öffentlichen Lebens erfüllen. Sie bieten sinnvolle Freizeitbeschäftigung, vermitteln Bildung, fördern soziale Kontakte, leisten Gesundheitsprävention und einen erheblichen Beitrag zur Integration. Statistische Erhebungen zeigten, dass 80 % aller Jugendlichen bis zu ihrem 18. Geburtstag Mitglied in einem Sportverein sind oder waren. Um auch einkommensschwächeren Familien eine Partizipation zu ermöglichen, schlage die Gruppe SPD/CDU vor, dass die Stadt Lüneburg den Sportvereinen einen jährlichen Zuschuss für jeden städtischen Grundschüler gewährt, der Mitglied im Sportverein ist und einen Anspruch auf Lehrmittelfreiheit hat. Bei geschätzten einhundert Grundschülern, die diese Kriterien erfüllen, würden dafür rund zweitausend Euro jährlich notwendig. Diese Mittel könnten aus dem Sachkonto für den Schwimmunterricht gezahlt werden, allerdings nur, wenn die für den Schwimmunterricht vorgesehene Stundenzahl – wie in den Jahren zuvor – nicht erreicht werde.

 

Ratsfrau EBELING zitiert Pestalozzi: „Wem es gelingt, den Menschen mit Körperübungen leuchtende Augen zu schenken, der tut gut auf dem Gebiet der Erziehung.“ Mit dem Antrag auf Förderung der Mitgliedschaft in Sportvereinen sei man auf dem richtigen Weg. Sport und Bewegung sei Inhalt des Lebens und es sei wichtig, schon Kinder im Kleinkind- und Jugendalter an den Sport heran zu führen. Bildung sei mehr als Wissenserwerb, sie brauche viele Orte, Schule allein sei mit der Bildungsaufgabe überfordert. Eine Mitgliedschaft im Sportverein bringe viele Vorteile wie soziale Kontakte, Förderung von Gesundheit und Beweglichkeit, Verhinderung von Übergewicht und mache Kinder stark, damit sie von sich aus ‚Nein’ zu Drogen, Alkohol und Nikotin sagen können. Da in vielen Elternhäusern Zeit und Geld fehlten, um ihren Kindern Sport im Verein zu ermöglichen, sollte dieser Antrag schnellstmöglich umgesetzt werden, zumal die notwendigen Ausgaben, wie von Herrn Schuler ausgeführt, gedeckt werden könnten.

 

Ratsherr SOLDAN hat an dem grundsätzlich guten Antrag lediglich zwei Kritikpunkte. Als die FDP im letzten Jahr den Antrag stellte, das Budget für die durchaus sinnvolle Schwimmförderung abzusenken, wurde dieser Antrag abgelehnt mit dem Argument, dass man dieses Geld brauche und nicht benötigte Mittel der Förderung von Übungsleitern zugute kämen. Nun jedoch werde das Geld offenbar nicht mehr gebraucht, sondern könne für andere Zwecke genutzt werden. Darüber hinaus trage jeder Verein das Risiko, dass seine Mitglieder ihren Beitrag plötzlich nicht mehr zahlen können. Dieses Risiko werde mit dem eingebrachten Antrag an die Stadt übergeben. Er wünsche sich, dass die Förderung vor allem denen zugute komme, die aus finanziellen Gründen noch nicht Mitglied in einem Sportverein sind. Ansonsten unterstütze er den Antrag und hoffe auf eine schnelle Umsetzung durch den Sportausschuss.

 

Beschluss:

Beschluss:

 

Der Rat der Hansestadt Lüneburg überweist den Antrag einstimmig zur weiteren Beratung in den Sportausschuss.

 

(56a)